Gott mit Dir Du Land der Bayern ?

Aktion Demokratie Ordnung, Hans-Joachim Böhme,
Schaumbergerstr. 19, 96465 Neustadt bei Coburg
am 26. Juni 2000

Die Bayern und ihr Gott
Was wird über Gott gewußt und woher ?

Die Bayerische Verfassung (BV), seit dem 2. Dezember 1946 in Kraft, ist geschrieben worden, um "eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott" (Präambel) abzulösen, durch eine bessere zu ersetzen.

Ein es der obersten Bildungsziele bayerischer Schulen ist die "Ehrfurcht vor Gott" (Art. 131 Abs  2 BV), und es "werden die Schüler nach den Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse unterrichtet und erzogen" (Art. 135 BV).

Im Grundgesetz (GG) für die Bundesrepublik Deutschland vom 23.Mai 1949 wird auf die "Verantwortung vor Gott und den Menschen" verwiesen (Präambel), und der Amtseid des Bundespräsidenten und anderer schließt mit der Einschränkung "So wahr mit Gott helfe" (Art. 56 und 64 GG).

Gemäß Artikel 140 GG sind zudem einige, die Religion und die Kirchen betreffende Artikel aus der Weimarer Reichsverfassung von 1919 übernommen worden.

Was aber wissen die Bayern über Gott und die christlichen Kirchen und woher ? Der in der Verfassung verankerte Gott bayerischer Christen ist die fantasiereiche Erfindung des gelangweilten israelitischen Schafhirten Mose und war eigentlicht gedacht als Retter und Helfer sowie- als Bündnispartner der israelitischen Stämme (2. Mose 3; 6, 7 und 10 sowie 1,  Mose 9;  9).

Fragwürdig allerdings ist von wem die 5 Bücher Mose wirklich geschrieben worden sind und woher vermeintliches Wissen stammt. Mose selbst hat seine Bücher sicher nicht geschrieben (5; 34).

Nun sind aber gerade die Bücher Mose die Grundlage des (in Bayern staatlich verordneten) christlichen Glaubens und der mit dem Staate eng verbundenen Kirchen. Viele Christen wissen davon nichts, noch nicht einmal regelmäßige Kirchgänger. Wer dennoch hin und wieder in der Bibel liest, kann leicht zu der Überzeugung kommen: Die Bibel ist eine willkürlich, aber geschickt zusammengestellte Mischung israelitischer Geschichten mit orientalischen Märchen.

Eine direkte Zuordnung ist äußerst schwierig, aber das hat die Religionsverbreiter nie gestört; vielmehr haben sie den Glauben an die altisraelitische Gotterfindung mit Waffengewalt und mit Massenmorden in Europa, besonders im Gebiet des heutigen Deutschland, erzwungen. Alle anderen Gotterfindungen der Griechen, Römer und Germanen, wurden verboten, der Glaube an sie mit dem Tode bestraft.

Geglaubt werden mußte- entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen -, was von machtbesessenen Kirchenfunktionären erdacht und verkündet wurde, und konnte dies noch so unsinnig und gegenbeweisbar sein. Insoweit sind die heutigen christlichen Kirchen Nachfahren religiös verbrämter grausamer Folterer  und Mörderbanden, die im Namen ihres Gottes tätig waren. Das ist zwar allgemein bekannt, wird aber verdrängt, verschwiegen.

Wer heute noch an das Weltbild und an die fabelhafte Schöpfungsgeschichte des Mose (1. Buch, Kapitel 1) glauben will, soll das durchaus und uneingeschränkt tun dürfen. Bedacht werden dabei sollte lediglich, daß es schon seit mehr als 2000 Jahren ganz andere Erkenntnisse über unsere Erde und deren Einordnung in den Weltenraum gibt, die von den christlichen Kirchen in Abrede gestellt worden sind; ihre Erwähnung allein schon wurde streng bestraft.

Andererseits ist bis heute- trotz wunderbarer technischer Hilfsmittel - die wirkliche Größe des Universums und die Zahl der Gestirne, deren Größen und Entfernungen, unbekannt. Was können die christlichen Kirchen dazu verkünden?

Die Kirchen in Bayern sollten als das angesehen werden, was sie tatsächlich sind: Vereinigungen von Menschen mit gleichen oder ähnlichen Interessen, wie z.B. Sportvereine oder politische Parteien auch, und entsprechend sollte der Umgang mit ihnen sein, seitens der Gesellschaft und auch des Staates.

Der Beitritt zu solchen Organisationen sollte von mündigen Menschen freiwillig erfolgen, wodurch sich die Kirchen von allen anderen Vereinigungen unterscheiden. Hier setzt vernünftige Kritik an, und sie setzt sich fort gegen die staatliche Beteiligung an der Kirchenverwaltung. Nicht nur die Mitgliedsbeitragserhebung (Kirchensteuer) nach staatlichen Steuerlisten, sondern vor allem der staatliche Einzug derselben verstoßen gegen den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung, sondern sie rücken die Kirchen in die Nähe der Verfassungsorgane, und alles unter Berufung auf Gott.

Ein wahrer Gott jedoch, in welcher Gestalt auch immer, ist in Größe und Stärke von Menschen unerfaßbar, auch in Bayern.

Hans-Joachim Böhme (Neustadt bei Coburg)
"a.o. Demokratie-Lehrer"