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Das Projekt LernRäume
Das Projekt Lernräume ist ein Kooperationsprojekt zwischen Hauptschulen
und der Jugendsozialarbeit am Anger (Stadtjugendamt Erlangen). Ein
wesentliches Element dabei ist die direkte Kooperation von LehrerInnen,
SchülerInnen und SozialpädagogInnen. Die Konzeption LernRäume ist
die Verknüpfung von Lerneinheiten bzw. offenen Unterrichtsformen und
erlebnispädagogischen Aktionen.
Erlebnispädagogik will durch zielgerichtete natursportliche Gruppenerlebnisse
ganzheitliches soziales Lernen fördern. Durch Reflexion und Transfer sollen
die persönliche Kompetenz des Einzelnen und die soziale Kompetenz in der
Gruppe durch Erfahrungen in verschiedenen Lernräumen gefördert werden.
Für die Konkrete Alltagssituation des Schülers sollte dies bedeuten:
Innere Stärke statt äußere Gewalt
Das Projekt wurde an der Eichendorffschule erstmals im Zeitraum 1997 bis
1999 durchgeführt. Beteiligt waren damals Frau Schubert (Klassleiterin), Herr
Hetzner, Frau Preuß, Herr Strößenreuther, Herr Warzecha und SchülerInnen der
Klasse 8a bzw. 9a.
Aktionen:
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Eine erlebnispädagogische Zeltwoche (8. Schuljahr, Mai 1998) unter der Leitung der
JSA (Stadtjugendamt Erlangen) in Waidmannsgesees (Fränkische Schweiz);
Handlungsfelder: Höhle, Wasser, Berg.
"Wir seilten uns ab über eine Schlucht, kletterten in Höhlen und an
Felswänden hoch, bauten uns selbst ein Floß und fuhren damit auf der
Pegnitz. Dabei lernten wir "ganz nebenher" VERTRAUEN zu uns selbst
und zu anderen zu gewinnen".
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Zwei Quali-Workshops in der "Villa" am Anger (jeweils an den
Wochenenden im November 1998 und Juni 1999), "denn unser großes
Ziel ist, dass möglichst viele Schüler in diesem Sommer den
qualifizierenden Hauptschulabschluss bestehen."
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eine achttägige Deutschlandfahrt (9. Schuljahr, Mai 1999), organisiert und
durchgeführt durch Schüler, Mitarbeiter der Jugendsozialarbeit und
Klassenlehrerin. "Als Krönung wollten wir zusammen mit Frau
Schubert und den Sozialpädagogen von der "Jugendsozialarbeit am
Anger", Frau Preuß und Herrn Strößenreuther eine große Fahrt
unternehmen. Es wird unsere Abschlussfahrt werden, aber aus
organisatorischen Gründen müssen wir sie vor dem Quali unternehmen, nämlich
in der Zeit vom 12. bis zum 19. Mai 1999. Die ausländischen Schüler unserer
Klasse wollen hier ihre Ausbildung machen und später in Deutschland
arbeiten. Die wenigsten kennen aber außer Erlangen etwas von Deutschland.
Aber auch die deutschen Schüler kennen wenig von Deutschland. So wurde die
Idee geboren, dass wir alle gemeinsam auf Deutschlandfahrt gehen
wollen."
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Folgende Stationen haben wir auf dieser
Fahrt erkundet:
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1. Allgäu in der Nähe von
Füssen:
- Berg- und Gratwanderung
- Besuch eines Bergbauern
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2. Ruhrgebiet (Bochum):
- Folkwang-Museum
- VfL Bochum (Gespräch mit Spielern,
Besuch des Trainings)
- Bergbau-Museum
- Schauspielhaus: "Der zerbrochene Krug"
(Kleist)
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3. Lüneburger Heide:
- Frühstücken in der Heide
- Besuch eines Schäfers
- Schwimmbad Salü
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4. Nordsee:
- Wattwanderung
- Besuch der Hallig Hooge
- Fahrt mit einer Fähre
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5. Berlin:
- Frühstücksbüffet
- Stadtrundfahrt
- Einladung in den Reichstag
- Ku-Damm
- Einladung bei MTV
- Kreuzberg
- Konzert oder Disco
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(A. Schubert und Klasse 9a)
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Ergebnisse:
- sichtbare
Bildung von bzw. Stärkung des Selbstvertrauens bei allen Schülern
- wesentliche Erhöhung der Motivation im Unterricht
- deutliche Erhöhung der Lernbereitschaft für den QA
- bemerkenswert gutes Abschneiden beim QA
- praktisch gegen Null gehende Gewaltbereitschaft in der Klasse bereits nach
der ersten Phase
Für den Zeitraum 1999 bis 2002 wurde aufgrund des großen Erfolges eine Wiederholung
der LernRäume vorgesehen, diesmal erstmals mit einer 7. Klasse (Klassleitung:
Frau Schubert, JSA-Leitung: Frau Preuß, Frau Tzschabran und Frau Sand). Das
Konzept war über drei Schuljahre angelegt und ist in wesentlichen Punkten
ergänzt und verbessert worden.

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