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Urkundlich taucht es erstmals 1002 auf. Nach gut 400 Jahren
erhält es Stadtrechte, weitere 300 Jahre später kommen die Hugenotten
und prägen das uns heute vertraute Stadtbild. Vor etwa 25 Jahren
begrüßte es seinen 100 000. Bürger und wird "kleine
Großstadt".
Die Bevölkerungszahl stagniert seitdem, aber dem Nimbus der
kleinen Großstadt ist Erlangen längst entwachsen. Die Stadt
ist aus ihrer Isolation getreten und Teil des Großraums Nürnberg
geworden. Jedoch mit dem Anspruch einer eigenen Dynamik. Diese rechtfertigt
heute von. einem "Erlanger Raum" mit über 300000 Einwohnern
zu sprechen. Viele Menschen, die in der Stadt arbeiten, leben mit ihren
Familien im Umland und haben Erlangen mit den beiden Nachbar-Landkreisen
Erlangen-Höchstadt und Forchheim immer dichter sozioökonomisch
miteinander verflochten.
Die vorliegende Sonderbeilage will die Lebenslinien der 1000-jährigen
Jubilarin nachzeichnen, die sich immer wieder verjüngen konnte und
sich heute mit Weltoffenheit,
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Innovationskraft und Lebensqualität putzt. Ein facettenhaftes
Bild von Geschichte und Geschichten soll neugierig machen auf die Stadt,
die sich im Vergleich zu Nürnberg oder Bamberg oft erst auf den zweiten
Blick erschließt.
Weitere Beiträge erzählen vom Leben in Erlangen, lassen Repräsentanten
der beiden großen Arbeitgeber, Siemens und Universität, zu
Wort kommen und versuchen einen Blick in die Zukunft.
Die Auswahl der bevorstehenden Jubiläumsveranstaltungen am Ende der
Beilage würzt eine "Stadtkater"-Folge aus der Comic-Serie,
die Roger Libesch, Träger des ersten Förderpreises der Erlanger
Kulturstiftung, zum Stadtjubiläum gezeichnet hat.
Statistisch ist der typische Erlanger eine Frau mit Abitur 40,4 Jahre
alt, evangelisch und - zugezogen. Vielleicht regt diese Beilage mit dazu
an, aus der zweiten Heimat eine erste zu machen.
KLAUS SPRINGEN
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