Der Weg in
die Gegenwart ![]()
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01 Kultur
angepackt |
05 Ruf nach Reformen |
02 Alle Türen standen offen
Siemens-Schuckert-Werke fanden ein neues Zuhause
Nur 14 Gebäude wurden zerstört und etwa 100 beschädigt: Anders als in anderen Gegenden Europas, wo der Krieg die Menschen obdach- und heimatlos gemacht hatte, konnte Erlangen ohne große Aufräumarbeiten in die Zukunft starten. Die Chance wurde wahrgenommen: Kaum hatten die Amerikaner die Stadt eingenommen, stand aus Berlin schon die Firma Siemens vor der Türe und wurde freundlich empfangen.
Begrüßt wurde die Abordnung der Siemens-Schuckert-Werke im Rathaus noch vom letzten amtierenden NS-Oberbürgermeister, Herbert Ohly. Der damals 44-Jährige war lange genug in Erlangen im Fachressort tätig gewesen, um zu wissen, dass Erlangen zum Ausgleich seiner Strukturschwäche unbedingt weitere Industriebetriebe braucht. Und so war er der Erste, der auf die Pläne begeistert einging. Major Robert C. Adairs von der US-Militärregierung stimmte zu, und so konnte die Stammfirma in Erlangen unterkommen.
02.01 Ohly bald abgelöst
Ohly, der bei der kampflosen Übergabe der Stadt an die US-Armee eine entscheidende Rolle gespielt hatte, musste bald die politische Bühne verlassen. Nur ein paar Wochen beließen ihn die Amerikaner im Amt, dann musste er wegen seiner politischen Vergangenheit gehen, was Major Adair bedauerte: Schätzte er ihn doch als Partner.
Die Militärregierung hatte daraufhin Anton Hammerbacher als Oberbürgermeister eingesetzt, einen Mann von 73 Jahren, der froh war, sich bei seiner Arbeit auf einen Mann wie Michael Poeschke stützen zu können. Poeschke wurde dann auch nach Hammerbachers Rücktritt (l. Oktober 1946) Oberbürgermeister der Stadt und blieb dies bis zu seinem Tod am 11. Mai 1959. Eine Straße und eine Schule sind nach den beiden Sozialdemokraten benannt.
02.02 Chefs im Rathaus
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Michael Pöschke Heinrich Lades |
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Dietmar Hahlweg Siegfried Balleis |
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