------ Die Vogelwelt in Erlangen und Umgebung -------
 

 

 

 

 
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Lachmöwe, Larus ridibundus (167)
Kurzstreckenzieher bis in das Mittelmeergebiet, aber auch Teilzieher die in den Großstädten überwintern. Die Brutplätze im NSG Mohrhof werden im März besetzt. Der Abzug der Brutpopulation erfolgt im Juli und geht gleich in den Herbstzug über. Überwinterer sind fast alljährlich in den Flusstälern und in Großstädten anzutreffen. Die Lachmöwe ist ein Koloniebrüter. Die Kolonien befinden sich in Flachwasserzonen stehender Gewässer mit lockeren Röhricht- und Großseggenbeständen. Die Nester werden auf Seggenbülten und schwimmenden oder. fest stehenden Unterlagen gebaut. An den Mohrweihern sind Lachmöwen seit 1951 regelmäßige Brutvögel. Durchschnittlich an bis zu 4 Weihern werden Kolonien gebildet. Die Zahl der Brutpaare stieg von etwa 50 im Jahre 1951 auf max. ca. 5000 Paare zu Beginn der 80er Jahre, in den letzten Jahren wurden etwa 2000 Paare gezählt. In früheren Jahren wurden die Kolonien jährlich durch die Absammlung der Eier gestört und es kamen nur wenige Junge hoch. So wurden beispielsweise 1963 an einem Weiher über 4000 Eier gesammelt. Durch die intensiven Störungen bildeten sich in einigen Jahren kleine Kolonieableger an anderen Weihern in der Umgebung, diese hatten aber keinen Bestand. Alle paar Jahre kommt es zu Massensterben in den Kolonien durch Vogelkrankheiten wie die Vogelmalaria. Die Lachmöwen nehmen vor allem animalische Nahrung, wie z.B. Regenwürmer, Insekten oder kleine Fische zu sich. Sie gehen aber auch an Aas und Abfälle, deshalb findet man sie häufig auf Mülldeponien ( speziell im Winter ).
------ Ein Beitrag von Rolf Trummer und Ulrich Mattern ------