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9.
Tag ( 17. April )
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(Kleine
Bilder jeweils anklicken f. größere Ansicht)
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Strecke
am 9.Tag
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Am
Vormittag dieses Tages besichtigten wir die zu Füßen des Ätna
gelegene Stadt Catania, die immer wieder
von seinen Vulkanausbrüchen heimgesucht wurde. 1669 wurde die Stadt
von der Lava, die sich bis ins Meer hinein ergoß, überflutet
u. 1693 von einem verheerenden Erdbeben, das ganz Südost-Sizilien
erfaßte, fast völlig zerstört. Ab diesem Zeitpunkt wurden
Catania, wie auch Noto,
Modica u. Ragusa
neu aufgebaut in dem damals herrschenden Barockstil aus tiefschwarzem
Lavagestein, der heute noch an allen bedeutenden Gebäuden zu besichtigen
ist.
Im Dom v. Catania werden die Reliquien der
hl. Agatha, der Schutzpatronin der Stadt, aufbewahrt. In der Sakristei
befindet sich ein sehenswertes Fresko, das den Ausbruch des Ätnas
v. 1669 darstellt.
Auf dem Domplatz ist ein Obelisk, getragen v. einem schwarzen Lava-Elefanten,
aufgestellt, dessen Rüssel auf den Dom hinzeigt.
Als eines der schönsten u. größten Theater Italiens wurde
1890 das Teatro Bellini errichtet. Es wurde
m.d. Bellini-Oper "Norma" eingeweiht. Der Opernkomponist Vincenzo
Bellini wurde in Catania geboren u. hat seine Ruhestätte im Dom.
Die gesamte Umgebung v. Catania, einschl. Küste, ist geprägt
v. schwarzer Lava-Erde u. -Gestein. Nach einem gewissen Alterungsgrad
der Lava wird dieser Boden sehr fruchtbar, so daß die gesamte süd-östl.
Küstenregion von großen Obstplantagen (Zitrusfrüchte)
überzogen ist.
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Domplatz
v. Catania:
schwarzer Lava-Elefant
m. Obelisk
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Der
schwarze Lava-Elefant
zeigt m. seinem Rüssel
in Richtung Dom
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Teatro
Bellini
wurde gerade
renoviert
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Im
Dom Grabmal v.
Opernkomponist Vincenzo Bellini,
aus Catania stammend
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Nach
der Besichtigung v. Catania fuhren wir südwärts nach Syrakus,
eine beeindruckende Stadt mit großer antiker Vergangenheit.
Die riesige, heute unbesiedelte Hochfläche, westl. der modernen
Stadt bis hin zum stark befestigten Castel Euralio,
war vor 2000 Jahren das größte Viertel der antiken Millionenstadt.
Der geniale Mathematiker u. Naturforscher Archimedes
soll bei der Eroberung der Stadt durch die Römer von dem auf
einer Anhöhe liegenden Castel Euralio aus die anrückenden
römischen Schiffe mit Hohlspiegeln, die das Sonnenlicht bündelten,
in Brand gesetzt haben. Er wurde jedoch 212 v.Chr. v.d. Römern
umgebracht.
In frühchristl. Zeit gab es eine bedeutende christliche Gemeinde,
wo auch der Apostel Paulus predigte. Für die Reisenden der Goethezeit
u. der Romantik war die Stadt mit ihren antiken Trümmerfeldern
ein großer Anziehungspunkt. So begab sich auch August Graf von
Platen-Hallermünde 1826 von Erlangen nach Syrakus, wo er 1835
verstarb.
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Die
Stadt erstreckt sich sowohl auf dem Festland als auch auf der
Insel Ortigia.
Beide Teile sind über die Brücke "Ponte
Nuovo" verbunden.
Im Westen d. Festland-Stadtteils befindet sich
der große Archeolog. Park mit
einem riesigen
Griech. Theater u. gleich benachbart
einem Röm. Amphitheater. Dazu
gehört noch ein ausgedehnter antiker
Steinbruch, wo athenische Kriegsgefangene Zwangsarbeit
geleistet haben sollen. Untergebracht wurden diese im "Ohr
des Dionysos", eine 65m lange u. 23m hohe Grotte mit
außergewöhnl. Akustik, die sogar Flüstern hörbar
werden ließ u. den Tyrannen zur Bespitzelung diente.
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Stadtplan
v. Syrakus:
links oben d. Archeol. Park m.
Griech. u. Röm. Theater
u. d. "Ohr d. Dionysos",
rechts unten Insel Ortigia
m. Altstadt, Dom u.
Arethusa-Quelle
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Auf
der Insel Ortigia liegt das eigtl.
Herz der Altstadt.
Sehenswert ist der Domplatz mit dem
Dom, der außen mit einer Barockfassade
versehen ist, im Innern jedoch den vollständig erhaltenen
Athena-Tempel aus dem 5. Jht. v.Chr. verbirgt (hohe dorische Säulen).
An der Uferpromenade entspringt die Arethusa-Quelle,
ehemals eine reiche Süßwasserquelle m.d. Sitz der Nymphe
Arethusa. |
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Kleiner
Fischerhafen zw. Festland u. Insel Ortigia
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Palast
auf Ortigia, davor kleiner Fischerhafen
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Domplatz
mit Dom
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Dom-Inneres:
vollständig erhaltener
Athena-Tempel a.d. 5. Jht.v.Chr.
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Arethusa-Quelle
m. Papyrusstauden
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Griech.
Theater, 138m Durchmesser
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Ohr
des Dionysos
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Castel
Eurialo
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Nach
diesem wundervollen Tag fuhren wir zurück nach Acireale
zu unserer letzten Übernachtung.
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(Kleine
Bilder jeweils anklicken f. größere Ansicht)
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