Der Burgberggarten

Historisch gesehen besteht der Burgberggarten mit seinen rund 30 000 Quadratmetern aus zwei verschiedenen Gärten. Charakteristisch für beide Gärten sind die Hanglage, Mulden, Stufen und natürliche Terassen.
Der westliche Teil, der hauptsächlich ältere Werke Heinrich Kirchners enthält, hat einen Bestand aus alten Bäumen und ist direkt an und in den Burgbergwald angelegt. Es ist ein Villengarten aus dem 19. Jahrhundert, in dem die Besiedlung des Burgberges noch nicht so weit fortgeschritten war und ein solcher Garten als kontemplatives Idyll angelegt wurde. Der östliche Teil war eine Streuobstnutzwiese und hat die neueren monumentaleren Statuen in einer das ganze Gelände ausnutzenden Weise aufgenommen: nicht in sicht- und rationaler, sondern eher in einer ergeh- und erfühlbarer Manier.
1974 wurde der Villengarten der Stadt von Siemens zur öffentlichen Nutzung überlassen, wenig später kaufte die Stadt Erlangen die nebenliegende Streuobstwiese dazu in der Absicht eine Grünanlage am Burgberg zu erhalten bzw für die Öffentlichkeit zu schaffen.

Ab 1977/78 richtet die Stadt einen Etat für eine "Sammlung Kirchner" ein.
Bis zur Eröffnung des Burgberggartens, in Anwesenheit Heinrich Kirchners, im Jahr 1982, wirkte jener maßgeblich an dem Plan zur Positionierung der Skulpturen mit, auch ließ er die in Form des Burgberggartens in Aussicht stehende Umgebung mit in geplante und noch auszuführende Arbeiten einfließen.
Durchzogen wird der Burgbergarten von einem in Schleifen sich windenden Weg, der sich vom Eingang "An den Kellern" bis zum hoch über dem Obstgarten liegenden Plateau erstreckt, um dann von dort hinter dem Garten durch den Wald Richtung Musikakademie weiterzuführen.
Der "Steinbruch" liegt an der Südseite des Burgberges. Dort, wo er sich in den Berg gefressen hat, ist eine Terasse entstanden, auf der sich die größte Ansammlung von Figuren befindet. Die großen Figuren stehen nur wenige Meter auseinander und ihre Bezugnahme aufeinander ist offensichlich.

Besondere Aufmerksamkeit ist auch schon der Tatsache zu schenken, daß 1982 ein Skulpturgarten mit Figuren von Heinrich Kirchner im Burgberggarten eingerichtet werden konnte.
Bereits 1962 trat Heinrich Kirchner , mit seiner Kunst in Erlangen in Erscheinung, als er sich für die Gestaltung eines Brunnens mit dem Ensemble " Der 7. Schöpfungstag " bewarb. Dieses Werk wurde seinerzeit rundweg abgelehnt- Erst zwölf Jahre später, der Künstler ist jetzt achzig Jahre alt, ist es engagierten Erlangern gelungen, einem der (jetzt ist er wieder 'Erlanger') Erlanger Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts einen Platz in der Stadt für seine Kunst zu verschaffen. Erst in einem behutsamen Meinungsbildungsprozess konnte eine Mehrheit für das Burgberggartenprojekt aufgebaut werden.
Heinrich Kirchners Werk in Erlangen steht für den Wandel, der sich in vierzig Jahren, nach 1962, vollzogen hat, bzw. für die Menschen, die sich dafür mit viel Energie eingesetzt haben.


ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)
ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)
ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)
ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)
ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)
ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)
ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)
ein Klick auf das Bild lädt seine Vergrößerung (etwa 20kb)