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 MARKUS DEISTLER, 08.09.1998

Konfiguration von FreePPP 2.6.2

1. Was ist neu nach der Installation von FreePPP 2.6.2?

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Nach erfolgreicher Installation und Neustart befindet sich ein Kontrollfeld„FreePPP Menü“ im Ordner Kontrollfelder und ein weiteres Kontrollfeld („FreePPP Setup/Einstellungen“) in einem neuen Ordner („FreePPP Folder“) auf der Festplatte. Wer will, kann dieses Kontrollfeld in den Kontrollfeldordner befördern, es ist aber nicht unbedingt nötig - es handelt sich um ein kleines Programm. Im Ordner Systemerweiterungen sollte schließlich noch eine FreePPP-Erweiterung aufgetaucht sein! Für die Kontrollleiste gibt es noch ein FreePPP-Modul, das alternativ zu dem neuen FreePPP-Menusymbol in der Menüleiste verwendet werden kann, um eine Verbindung zu starten.

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Hier rechts neben der Applehilfe bzw. links vom Programmmenü bei MacOS 8.1 (die beiden rechten Darstellungen) sieht man jetzt außerdem ein neues Menüsymbol, ein kleines Telefon. Ist der Hörer abgenommen, dann ist man„online“! Aufgeklappt enthält es drei Befehle:

„Open Connection“
„Close Connection“
„Open FreePPP Setup“

Am Anfang brauchen wir natürlich das Setup, also benutzen wir gleich das Menü, um dieses Kontrollfeld zu öffnen, ohne es erst finden zu müssen.

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Nach gelungener Tat sollte jetzt eine kleine Dialogbox aufgetaucht sein, in der es einen Connectbutton, eine Schaltfläche „Connect to“, eine Schaltfläche „Home“ und eine Schaltfläche „Using“ gibt. In der linken Ecke unten zeigt sich ein blaues Dreiecklein, das man anklicken muß, um die weiteren Einstellungen vornehmen zu können. Das Dialogböxchen vergrößert sich nach unten und stellt vereinfacht vier Karteikarten dar, wie es eben zur Zeit schick ist. Die Karteikarte, die wir zuerst „anklicken“ müssen, befindet sich ganz rechts und nennt sich„Modem“.



2. Einstellungen zum Aufbau der Modemverbindung

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Modemkonfiguration

FreePPP wird mit einer als „Generic Modem“ bezeichneten Konfiguration installiert. Man kann diese Konfiguration übernehmen, verändern oder neue Konfigurationen erstellen. Letzteres ist dann sinnvoll, wenn man verschiedene Modems benutzt. Mit einem Klick auf „New“ erstellt man eine neue Konfiguration, mit einem Klick auf „Edit“ wird „Generic Modem“ angepasst, der Dialog ist jedoch immer gleich. Unter „Modem Config Name“ gibt man den verwendeten Modemtyp ein, oder was einem einfällt.

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Serielle Schnittstelle

Bei „Connected to“ ist der verwendete serielle Anschluß einzutragen. Wer mehr als einen kombinierten Drucker/Modemport besitzt, sollte folgendes beachten: Grundsätzlich kann am Modemport ein Drucker oder am Druckerport ein Modem hängen. Diese Vertauschung kann allerdings zu Problemen führen, wenn Drucker und Modem gleichzeitig betrieben werden.

In das Feld „Port Speed“ gehört die Schnittstellengeschwindigkeit. Besitzer von Powermacs mit Geoportarchitektur sollten hier den Wert 230400 bps eintragen, bei allen übrigen Powermacs ist maximal 115200 bps einzutragen und bei älteren 68k-Macs muss man sich mit 57600 bps begnügen.

 
Flußkontrolle

Bei „Flow Control“ stellt man bei allen neueren Modems „CTS & RTS (DTR)“ ein (das sogenannte Hardware-Handshake, Neugierige muss ich hier auf ihre Dokumentation zum Modem verweisen). Die Einstellung „CTS only“ kann bei älteren 14.400er-Modems nötig sein.

 
Wählverfahren

Bevor der Benutzer die Einstellungen zum Wählverfahren („Dial Type“) vornimmt, muss er sich erkundigen, ob sein Telefon an einem analogen oder digitalen Vermittlungsknoten angeschlossen ist. Ein Anruf bei der Telekom genügt, oder ein kleiner Test: Man nimmt sein Telefon und wählt eine Nummer. Dabei genau darauf achten, was bei dem Tastendruck auf jede einzelne Ziffer zu hören ist. Klickt es bei der 0 zehnmal und bei der 3 dreimal, dann wird das das ältere Impulswahlverfahren benutzt. Sind verschiedene Töne zu hören, dann wird das Tonwahlverfahren/Mehrfrequenzwahlverfahren benutzt.

Wer bisher mit dem Tonwahlverfahren telefonieren konnte, der kann sicher sein, dass der Anschluss an einem digitalen Vermittlungsknoten hängt, der mit beiden Wahlverfahren zurechtkommt (und sozusagen „abwärtskompatibel“ zu Omis Wählscheibentelefon ist). In diesem Fall ist es empfehlenswert „Tone“ einzustellen, da damit im Vergleich zur Einstellung „Pulse“ der Wählvorgang deutlich beschleunigt wird.

Wer dagegen bisher das Impulswahlverfahren benutzt hat, der kann - bei einem neueren Telefon - probeweise das Tonwahlverfahren einstellen und eine Nummer wählen. Sind jetzt Wahltöne zu hören, ohne daß eine Verbindung aufgebaut wird - nicht einmal das Klingelzeichen ist zu hören -, dann hängt man an einem alten analogen Vermittlungsknoten, der nur das Impulswahlverfahren beherrscht. In diesem Fall ist „Pulse“ die richtige Wahl.

 
Modemlautsprecher

Mit „Speaker enabled“ kann man den Verbindungsaufbau akustisch verfolgen. Hat man sich bei der Nummerneingabe vertippt und ruft statt den FEN-Server einen normalen Telefonanschluß an, dann kann man je nach Qualität des Modemlautsprechers die Reaktion des „Opfers“ verfolgen („Meier - wer ist da bitte?“ - Modem: „piiiiiiiip kreisch piiiip rausch...“ - „Hallo? Hallo? Du, Gisela, da piept einer am Telefon, ich ruf die Polizei ...„). Wer nachts heimlich im Schlafzimmer surft, sollte dagegen diese Checkbox nicht ankreuzen, sonst könnte die Partnerin oder der Partner vom Modemgeräusch geweckt werden.

 
PPP Verbindung unterbrochen, Telefon tot?

„Hangup on disconnect“ ist dann nützlich, wenn das Modem partout nicht auflegen will, wenn der PPP-Server die Verbindung abgebrochen hat. Häufig erlöschen am Modem in so einem Fall bestimmte Lämpchen, das Telefon bleibt aber„tot“, und Anrufer hören nur das Besetztzeichen.

 
Würfelperforma mit internem Modem?

„Performa internal modem“ benötigen Besitzer eines Performas mit internen Modem, die ihre Audioeingänge benutzen wollen, während sie online sind, z.B. um eine Internet-Telephonie-Anwendung zu benutzen. Außerdem wird verhindert, daß Töne über das Modem ausgegeben werden - was immer auch damit gemeint ist. Die Info stammt aus der offiziellen englischsprachigen Dokumentation zu FreePPP.

 
Modem mit Wiederwahlsperre?

„Long redial delay“ läßt einen Wiederwahlversuch bei besetzten Leitungen ca. eine Minute auf sich warten. Manche postzugelassenen Modems sperren sich mit einer „DELAYED“-Meldung gegen Wiederwahlversuche, bevor 30 Sekunden verstrichen sind. FreePPP reagiert seinerseits auf das„DELAYED“ mit einer lästigen Fehlermeldung, die man mit dieser Option aber zum Glück umgehen kann.

 
Altes Powerbook (100er Serie) mit internem Modem?

„Fast modem initialization“ können alle ankreuzen, die kein älteres Powerbook mit einem internen Modem besitzen. Der Einwählprozess wird um ca. 2 Sekunden schneller, weil FreePPP keine Kunstpause einlegt, die der serielle Treiber älterer PBs benötigt, um„in die Gänge“ zu kommen.

 
Modeminitialisierung

Zu guter letzt zu den „Modem Init Settings“: Bei der Installation von FreePPP wandert die Datei „PPPAutoDetectDB“ in den Ordner Preferences. Diese enthält passende Initialisierungsstrings zu den gängigsten Modemchipsätzen. Es gibt zwar an die hundert Modemfabrikate, aber nur wenig verschiedene Chipsätze, die in die verschiedenen Typen eingebaut werden. Deshalb funktioniert FreePPP mit den meisten Modems, wenn man sich auf den „AutoDetect init string“ (automatische Erkennung des richtigen Initialisierungsstrings) festlegt. Nur wenn man Schwierigkeiten mit dieser Option hat, dann sollte man „Use:“ aktivieren und einen String eingeben. In der Regel genügt „AT&F“, „AT&F1“ oder „ATZ“, genauere Hinweise kann man der Modemdokumentation entnehmen.

Und was ist mit der Telefonnummer? Sie wird bei der Konfiguration des„Accounts“ eingegeben, siehe den folgenden Punkt.



3. Einstellung von Telefonnummern, Passwort und UserID-Übergabe

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Einen neuen Account anlegen

Nachdem man die zweite Karteikarte von links „Accounts“ angeklickt hat, erscheint obiges Bild. Die bei der Installation mitgelieferten Einstellungen zu diesem Punkt heißen schlicht „Untitled“. Sie können mit „Edit“ verändert werden. Mit „New“ legt man einen neuen „Account“ an. Der Dialog zu „New“ und „Edit“ sieht so aus:

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Nach einem Klick auf „New“ legt man mit „Account Name“ den Namen des neuen Accounts fest, nach einem Klick auf „Edit“ kann man damit „Untitled“ umbenennen.

 
Einwahl direkt, mit Skript oder manuell?

Bei „Connect“ steht ein kleines Pulldownmenu, das die Einstellungen „Directly“, „Using Connection Script“, „Using Terminal Window“ und „Manually“ enthält. Der FEN-Einwahlserver funktioniert im Direktmodus, d.h. „Directly“ ist die richtige Wahl. Mit „Using Terminal Window“ sieht man nach der Einwahl die einfache Ascii-Oberfläche des Einwahlservers, mit der Aufforderung, Passwort und UserID einzugeben. Danach muss man „2“ für PPP starten eingeben und„PPP starten“ unterhalb des Terminalfenster anklicken, erst dann verschwindet das Terminalfenster und die PPP-Verbindung löst die Terminalverbindung ab. Wer nur die FEN-Dienste beanspruchen will, die auf der FEN-Ascii-Oberfläche verfügbar sind, der könnte jetzt 1 eingeben und sich mit dem FreePPP-Terminal umsehen. Davon ist aber abzuraten, da das FreePPP-Terminal nur zum Verbindungsaufbau gedacht ist und wichtige Funktionen eines echten Terminalprogramms (wie z.B. Communicate Lite, Z-Term etc.) fehlen.

Manche Einwahlserver funktionieren nicht im Direktmodus, d.h. man muss auf jeden Fall das Terminalfenster verwenden, Passwort und UserID manuell eingeben und danach den Einwahlserver auf PPP-Betrieb stellen. Um diesen lästigen Vorgang zu automatisieren, gibt es die Möglichkeit, ein Einwahlskript anzulegen. Ist „Using Connection Script“ aktiviert, dann läßt sich mit „Edit connection script“ ein kleines Skript erstellen. Für den FEN-Server ist so etwas überflüssig, so daß ich hier auf nähere Ausführungen verzichte. Ein kleines Beispielskript ist der englischen FreePPP-Dokumentation beigelegt.

„Manually“ erlaubt einen kompletten Verbindungsaufbau in Handarbeit: Initialisieren mit z.B. AT&F1 <return>, ATDP (Impulswahl) oder ATDT (Tonwahl) 0911530570 od. 09131506506 <return>, warten, dann geht es weiter wie mit „Using Terminal Window“. Nützlich ist diese Handarbeit, wenn man sein Modem genau erforschen und testen will. Dies erfordert jedoch, daß man die verschiedenen Hayes-AT-Befehle kennt.

 
UserID und Passwort - wohin damit?

Am Schluß gibt man seine FEN-UserID - nicht den echten Namen! - in das Feld „Username“ ein. Das Passwort sollte man nicht unbedingt bei „Password“ eingeben, da es dann in einer Datei auf der Festplatte gespeichert wird. Es ist dort zwar nicht im Klartext auslesbar, aber ein Datendieb kann mit dieser Datei seine Kopie der FreePPP-Software konfigurieren und sich mit falscher Identität einloggen.

„Reconnect automatically if connections drop“ ist zu aktivieren, wenn man sofort wieder verbunden werden will, wenn die Verbindung unterbrochen wurde.

 
Spielereien mit der Telefonnummer

Die Dialogbox wäre damit fertig, wenn nicht stilisierte Karteikärtchen uns zu weiteren Einstellungen führen würden. Ein Klick auf „Dialup“ enthüllt folgenden Dialog:

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In dieses Dialogfeld werden bei „Phone number“ endlich die Telefonnummern des FENs eingetragen: „0911 530570“ und „09131 506506“. Die zweite Nummer dient als Ausweichnummer, falls die erste belegt ist. Besitzer eines neuen K56-Modems werden die Erlanger Nummer als Hauptnummer bevorzugen und an erster Stelle eintragen, da nur hier die entsprechende K56er-Modemkarte eingesetzt wird.

Das Dialogfeld enthält einige Merkmale, die auf die Besonderheiten des amerikanischen Telefonmarkts zugeschnitten sind. Die „Area codes“ entsprechen etwa deutschen Ortsnetzkennzahlen. Die Ortsnetzkennzahl muß dort aber nicht stehen, sondern kann auch mit der eigentlichen Nummer zusammen unter „Phone number“ eingetragen werden. Nach einem Klick auf „OK“ wird dann man gefragt, ob man wirklich keine Ortsnetzkennzahl eingeben will. Wer sich diese lästige Abfrage ersparen will, kann je nach Wohnort brav die „0911“ oder „09131“ bei „Area code“ eingeben. Die Checkboxen „Dial area code/Dial as long distance“ bewirken, daß Vorwahlen und „Ferngesprächspräfixe“ immer gewählt werden, egal was bei „Locations“ eingestellt wurde.
„Dial as long distance“ ermöglicht US-amerikanischen Benutzern, vor der eigentlichen Telefonnummer eine Ziffer als Präfix wählen zu lassen, wenn ein Ferngespräch innerhalb einer „Area“ geführt wird. Für deutsche Benutzer ist diese Funktion überflüssig, es sei denn man scheut auf Reisen Ferngesprächstarife nicht, um ins FEN zu gelangen, will dabei aber einen privaten Telefonanbieter benutzen. „Wählpräfixe“ privater Anbieter und eine Reihe weiterer Einstellungen zu den Vorwahlen werden im Dialogfeld „Locations“ vorgenommen.

 
Mit FreePPP TCP konfigurieren?

Das letzte Karteikärtchen rechts nennt sich „Options“ und zeigt uns folgenden Dialog:

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Hier können Einstellungen vorgenommen werden, die eigentlich in eines der beiden TCP-Kontrollfelder (MacTCP oder Open Transport TCP) gehören. Es ist deshalb möglich alles unangetastet zu lassen. Wird die Checkbox „Configure OT TCP/IP for this account“ angekreuzt, dann wird eine neue TCP-Konfiguration erstellt, die den gleichen Namen trägt wie unserer FreePPP-Account. Wozu dient dann das Ganze? Interessant ist dieses Feature für diejenigen, die neben dem FEN-Einwahlserver noch Einwahlknoten kommerzieller Provider oder der Online-Dienste benutzen. Anstatt dann bei jedem Wechsel des Einwahlknotens erst die passende Konfiguration im TCP-Kontrollfeld auszuwählen bzw. zu erstellen und danach die neuen Telefonnummern mittels FreePPP-Kontrollfeld einzustellen, genügt es jetzt, alles auf einmal im FreePPP-Kontrollfeld umzustellen. Open Transport TCP schaltet sich dann sozusagen automatisch mit um! Allerdings darf Open Transport TCP dabei nicht im „Administratormodus“ betrieben werden.

Das funktioniert nicht mit MacTCP, da dieses nicht mehrere Konfigurationen verwalten kann.

 
Informationen für Technikfreaks

Im Prinzip wäre man jetzt fertig, wenn das Karteikärtchen „Options“ nicht noch einige versteckte Eigenschaften hätte: Klickt man nämlich auf „Options“, während man die Wahltaste gedrückt hält, dann erscheint ein erweiterter Dialog:

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Die „Advanced LCP/IPCP options“ sind aber nur für den absoluten Technikfreak interessant. Selbst die offizielle FreePPP-Dokumentation erklärt zu diesen Punkten nichts. „Compress TCP/IP headers“ ist eine sinnvolle Option und bei FreePPP die Standardeinstellung, selbst wenn man das erweiterte Dialogfeld „Options“ nie verwendet.



4. Einstellungen zur Überwachung einer laufenden Verbindung

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Beim Öffnen des FreePPP-Setups ist zunächst die Karteikarte „General“ zu sehen. Die meisten Checkboxen sind selbsterklärend. Dennoch gibt es hier„Fallstricke“.

 
Im Urlaub und der Rechner daheim ist „online“?

Zum Glück läßt sich FreePPP so einstellen, daß nach einer bestimmten Zeit ohne Datenverkehr auf der Leitung (!) „aufgelegt“ wird. Nach meinen letzten Informationen kappt der FEN-Einwahlserver eine Verbindung, auf der 5 Minuten keine Daten geflossen sind, so daß diese Funktion überflüssig ist. Wer aber ganz sicher vor unbezahlbaren Telefonrechnungen sein will, der kann „Disconnect if idle for“ aktivieren und das Zeitintervall auf 5 Minuten einstellen.

 
„0 Bytes per second“ und keiner merkt wieso?

„Check line state when connected“ tut das was es sagt und klärt einen per Warnbox auf, wieso die ersehnte Shareware mit „0 Bytes pro Sekunde“ ankommt: Es kann durchaus sein, das die PPP-Verbindung nicht läuft, aber das eigene Modem und die Modemkarte des FEN-Einwahlservers noch treu verbunden bleiben (max. 5 min, siehe oben). „Check line state when connected“ hieß in älteren FreePPP-Versionen übrigens „Check line state every ... minutes“ und hat dort zu Abstürzen geführt, wenn die Echofunktion des Modems aktiviert war. Treten mit FreePPP 2.6.2 immer noch Probleme auf, dann empfehle ich, diese Option unaktiviert zu lassen oder bei den Modemeinstellungen auf ein Häkchen bei „AutoDetect init string“ zu verzichten und stattdessen ein „AT E0“ in den Initialisierungsstring einzugeben.

 
Warnmeldungen beim Verbinden/Trennen ein und ausschalten

„Show alerts during connects and disconnects“ bringt laut FreePPP-Dokumentation besondere Warnboxen während der Einwahl zu Tage, wenn es irgendwo eine Störung gibt. Unterbricht FreePPP die Verbindung, weil zu lange kein Datenverkehr festgestellt wurde, dann wird man per Warnbox darüber informiert. Ist diese Funktion nicht aktiviert, dann geschieht das still und leise...höchstens das Modem klickt verräterisch.

 
Anzeige der Datentransferrate

Zur Überwachung der laufenden Verbindung gehört auch eine Anzeige des aktuellen Datendurchsatzes. Bei FreePPP erscheint mit Command-i oder mit einem Klick auf das blau unterlegte„i“ rechts oben ein entsprechendes Informationsfenster.



5. Einstellungen zu besonderen Funktionen von FreePPP
 
Internetanwendungen wählen sich automatisch ein

Die Karteikarte „General“ enthält noch drei weitere Optionen. „Allow applications to open connection“ öffnet eine PPP-Verbindung dann, wenn eine Internetanwendung, z.B. ein Webbrowser, gestartet wird. Eigentlich eine sinnvolle Funktion, die aber störend sein kann, wenn man den Browser zum Offline-Lesen von Webseiten benutzen will, die auf der eigenen Festplatte liegen. Ein Problem kann es auch geben, wenn der Einwahlserver keine freien Leitungen mehr hat. Nach einigen Einwählversuchen möchte man seine Surfsession für heute abend vergessen und klickt auf den„Stop“-Button, aber der Browser startet PPP sofort wieder. Mit etwas Glück kann man Netscape oder FreePPP mit Command-Option-Escape abschießen und am Rechner weiterarbeiten. Ein Neustart mit der Control-Command-Einschalttaste oder den Ein/Ausschalter betätigen hilft zur Not immer. Die sauberste Lösung wäre es, so lange aufzubleiben, bis nicht mehr besetzt ist...

 
Das FreePPP Kontrollfeld grüßt bei jeder Einwahl

„On connect, open FreePPP Setup application“ ist meines Erachtens überflüssig. Wer gerne alles unter Kontrolle hat, der kann sich das FreePPP Setup bei jeder Einwahl öffnen lassen. Einzig die Anzeige des Datendurchsatzes kann nützlich sein.

 
FreePPP startet eine Internetanwendung...

„Open application on connect“ öffnet eine beliebig wählbare Anwendung, nachdem eine PPP-Verbindung aufgebaut wurde. Setzt man hier ein Häkchen, dann erscheint der klassische„Datei öffnen“-Dialog, mit dem man die Anwendung festlegt. Praktischerweise wird das ein Emailprogramm, ein Browser, ein Chatprogramm oder ein Newsreader sein.

 
Spielereien mit Telefonnummer II (für Powerbookbesitzer)

Wer ein Powerbook sein eigen nennt, und oft herumreist, der sollte schließlich einen „Klick“ auf die Karteikarte „Locations“ werfen. Mit einem weiteren Klick auf „Edit“ läßt sich „Home“ umkonfigurieren, mit „New“ wird eine neue„Standortkonfiguration“ angelegt:

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Bis auf „Area code“ und „Location Name“ und das Pulldownmenü „When account area code does not match location area code“ braucht man hier nichts weiter einzustellen, es sei denn man surft via Ferngespräch und benutzt einen der neuen privaten Konkurrenten der Telekom. Dann kann man die Vorwahl des privaten Anbieters bei „Long distance prefix“ eingeben.

Bei „Area code“ gibt man die Ortsnetzkennzahl des eigenen Ortsnetzes an. In Verbindung mit den Einstellungen bei „When account area code does not match location area code...“ läßt sich festlegen, welche Vorwahlen bei der Einwahl weggelassen oder mitgewählt werden. Vorausgesetzt, ich habe bei den „Dialup“-Einstellungen die Checkbox „Dial area code“ nicht aktiviert, dann wird mit „Dial area code without long distance prefix“ automatisch die im „Dialup“-Dialogfeld festgelegte Ortsnetzkennzahl mitgewählt, wenn sie nicht mit der Ortsnetzkennzahl übereinstimmt, die hier eingegeben wurde. Umgekehrt funktioniert das Spielchen auch: Wohnt jemand in Nürnberg, arbeitet aber in Erlangen, dann kann er eine zweite „Location“-Konfiguration „Erlangen“ mit „09131“ im „Area code“ anlegen, und die Nummer„09131/506506“ wird ohne Vorwahl benutzt. Dafür wird jetzt die Nürnberger Vorwahl mitgewählt, wenn er sich von Erlangen aus in Nürnberg einwählen will.

Das Spielchen können „Mobile“ auf ihre beliebtesten Aufenthaltsorte ausdehnen: Ich kann alle „Locations“ und „Area codes“ mit FreePPP abspeichern und je nach Standort mit „Dial long distance prefix before area code“ auch noch automatisch die Kennzahl des günstigsten privaten Telekomkonkurrenten mitwählen lassen. Wer im Urlaub auf Mallorca unbedingt seine Email via Ferngespräch abholen will (PSST: ich würde einen Mailaccount bei GMX oder Yahoo einrichten, die Mails dorthin forwarden lassen und einen spanischen Provider benutzen...), der kann selbstverständlich auch die Vorwahl für die Bundesrepublik bei „Long distance prefix“ eingeben. Dann aber nicht vergessen, die Nullen der Ortsziffern zu streichen!


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macmade.gif © 1997, Markus Deistler - Letzte Änderung: 5. Oktober 2001
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