Israel/Palästina in Erlangen

Initiative ''Frieden für Israel- Palästina`` gegründet

Die Gruppe trat zum ersten Mal im Juli auf dem Fest des Dritte Welt Ladens auf. Sie begann mit der Sammlung von Un­ terschriften unter den bundesweiten Ap­ pell: ''UN­Beobachter in internationaler Besetzung nach Israel­Palästina!`` (liegt einem Teil der Auflage bei!) Die Initia­ tive fordert die Entsendung dieser Beob­ achter ''Zum Schutz der Zivilbevölkerung, Zur Veröffentlichung von Menschen­ rechtsverletzungen`` und ''Zur Dokumen­ tation von Verstößen gegen internationa­ les Recht``. Damit will die Initiative zen­ trale Forderungen internationaler Stellen unterstützen, die von Arafat bis hin zum israelischen Oppositionsführer Jossi Sarid gestellt werden. Die Entsendung von UN­Beobachtern hält die Initiative für einen notwendigen Schritt auf dem Weg zu einem Frieden auf der Basis internationalen Rechts. Infos & Kontakt: Dritte Welt Laden Neu im Netz: ''Alternative Informa- tion Nahost (AIN)`` Die studentische Gruppe AIN sammelt auf ihrer Homepage Daten und Fakten über den Nahostkonflikt. Vom israeli­ schen Wasserklau bis zum Bau von Sied­ lungen auf besetztem Land, von Felicia Langer bis zu den israelischen ''Frauen in Schwarz``.

Netz:

www.ain2001.homestead.com

Vorträge in der VHS:

Pressesprecher der israelischen Botschaft: ''Der Vertrag von Oslo ist vom Tisch``.

Kritische Nachfragen mußte sich der Pressesprecher der israelischen Botschaft bei seinem Besuch in Erlangen im Juli anhören. Besonders seine Absage an den Friedensprozess wurde kritisiert. Etwas ins Schleudern geriet er, als die Praxis zur Sprache kam, Produkte aus den besetz­ ten Gebieten als ''Made in Israel`` auszu­ zeichnen, um sie zollfrei nach Europa exportieren zu können. Viel mehr als ''Man macht halt überall Geschäfte`` fiel ihm dazu nicht ein. Insgesamt zeigte sich im Publikum eine recht kritische Haltung zur isralelischen Politik gegen die Palästinener.

Vertreter der Botschaft Palästinas: ''Die PLO ist mit ihrem Friedenskurs praktisch gescheitert``.

Der Vertreter der PLO appellierte drin­ gend, die palestinensische Regierung zu unterstützen. Wenn man Israel den Ausstieg aus dem Friedensprozeß durchge­ hen lasse, werde es zum Krieg kommen. Die PLO sei mit Ihrem Friedenskurs praktisch gescheitert, die Bevölkerung verlange Erfolge. Wenn Israel die Gebiete besetze, bedeute das Krieg, denn die arabischen Staaten hätten sich seit langem zum ersten Mal hinter die Palestinenser gestellt. Im Fall eines Angriffes auf ein Nachbarland kündigte die Konferenz islamischer Staaten an, dagegen ''mit allen Mitteln`` vorzugehen. d.h: wenn es einen Nahost­ krieg gibt, wird er die ganze Region erfassen. Einige aus dem Publikum betonten, Arafat ''muß den Terror stoppen``. Dazu machte der palestinensische Vertreter klar, daß das nicht möglich sei. Es sei extrem leicht, Sprengstoff oder Kleinwaffen zu beschaffen. Die israelische Mafia verkau­ fe Waffen an jeden der sie haben wolle, vieleicht auch in der Hoffnung, einen inner­palestinänsischen Bürgerkrieg anzuheizen. Infos im Netz:

Mahnwache der Palästinenser in Erlangen

Etwa 20 Palästinenser gingen im Juli am Erlanger ''Hugo`` (Photo) mit einer Mahnwache an die Öffentlichkeit. ''Kriegsverbrecher Sharon nach Den Haag``, ''souveräner Staat, kein Indianerreservat`` und ''Menschenrechte auch für Palästinenser`` war zu lesen. Auf der nächsten Seite dokumentieren wir ein Flugblatt, das auf der Demo verteilt wurde. Verfasser ist die studentische Palästina­Solidarität.