Was treibt eine ganze Nation in die Intifada?
- Flugblatt der studentischen Palästina-Solidarität -
Menschenrechte
Israel verweigert den Palästinensern die
Anerkennung der Menschenrechte.
Gleichzeitig genießen die jüdischen Sied
ler uneingeschränkt Privilegien und
Schutz durch den jüdischen Staat und ihre
Armee. Ein Siedler verbraucht im Durch
schnitt 4 mal soviel Wasser wie ein Palä
stinenser, zahlt aber ein Fünftel des Prei
ses. Obwohl 25% der Siedlungen leer
sind, werden die Siedlungen stets erwei
tert, unabhängig von der regierenden Par
tei in Israel. Der Bau der Siedlungen hat
sich sogar nach dem Oslo Abkommen
verstärkt. Die Jerusalamer unter den Ara
bern leben aber als Ausländer in der ei
genen Heimat, es ist ihnen untersagt Bau
arbeiten jeglicher Art zu unternehmen,
sogar Renovierungsarbeiten sind ihnen
verboten.
Die Palästinenser müssen auch eine Er
laubnis durch Israelis einholen, um sich
zu Verrichtung der alltäglichen Dinge von
einem Ort zum anderen zu begeben. Sie
werden regelmäßig angehalten und haben
Armee und Polizei Rechenschaft abzule
gen. Für Reisen in Palästina und ins Aus
land wird ein von der Besatzungsmacht
ausgestellter ''Passierschein`` benötigt.
Dasselbe gilt für Reisen, die Palästinen
ser in Ausübung religiöser Handlungen
unternehmen wollen. Bisweilen werden
Durchreisenden auch ''Wegegelder`` ab
gepreßt.
Vertreibung
Derzeit leben vier bis fünf Millionen Pa
lästinenser als Flüchtlinge außerhalb Pa
lästinas. Sie sind infolge der von Israel
ausgehenden Massaker und Terrorakten
vertrieben worden. Obwohl die UNO
Entscheidung über die Teilung Palästinas
das Rückerrecht für alle Vertriebenen ge
fordert hatte, verweigerte ihnen Israel die
Einreise und sie standen vor versperrten
Grenzen....dieser Zustand hält bis heute
an. Diese Menschen, deren Heimat ge
raubt wurde, leben heute in den schwie
rigsten Bedingungen zerstreut in den
Nachbarländern und in den ganzen Welt.
Raub
Im Laufe der Jahre wurden palästinensi
sche Häuser und Dörfer von den Israelis
evakuiert, um für ihre Siedlungen Platz
zu machen. Bis 1998 hat Israel 6257 Iden
titätskarten von Jerusalemer Palästinen
ser entzogen.
Zerstörung
Israel hat 1948 478 Dörfer von insgesamt
585 zerstört, zwischen 1967 und 1974
haben sie 4425 Häuser und 2400 Häuser
zwischen 1974 bis 1999 zerstört. Neulich
hat die Aargauer Zeitung am 11. Juli 2001
folgende Nachricht berichtet: ''Minde
stens 25 Häuser fielen gestern am frühen
Morgen im südlichen Gazastreifen israe
lischen Bulldozern zum Opfer. Die Akti
on fand unmittelbar an der israelisch
ägyptischen Grenze im Süden des Ortes
Rafach statt. Den Familien blieben ganze
fünf Minuten, um ihre Häuser zu verlas
sen``. Am selben Tag hat die Frankfurter
Neue Presse folgende Nachricht berich
tet: ''Im Flüchtlingslager Schuafat in Ost
Jerusalem hat die größte AbrissAktion
palästinensischer Häuser der letzten Jah
re begonnen. Die Bulldozer wurden von
einem Großaufgebot israelischer Solda
ten geschützt. Insgesamt sollten 26 Häu
ser abgerissen werden.
Belagerung
Israel kontrolliert alle Häfen und Straßen,
die nach Palästina hinein und heraus
führen. Israel hat es den Palästinensern
verboten, ihren eigenen Hafen zu bauen.
Kein Lebensmittel oder Medikamenten
transport kann ohne die israelische Kon
trolle und Freigabe passieren. Aus zahl
reichen Anlässen verhängt Israel über die
Palästinenser Kollektivstrafen, indem es
diese Straßen und Häfen sperrt.
Folter
Die israelische Gesetzgebung erlaubt in
der Tat den Einsatz von Folter, die von
der Amtssprache schamhaft als ''körper
licher Druck`` ausgewiesen wird.
Tötung
Der jüdische Staat hat zigtausend Araber
und Palästinenser getötet. In den israeli
schen Gerichten sehen sich die Täter
meist nachsichtigen Richtern gegenüber
gestellt. So wurden drei Soldaten von ei
nem israelischen Gericht zur Zahlung ei
ner Wiedergutmachung von fünf Pfennig,
durch drei geteilt, an die Familie des von
ihnen Getöteten verurteilt.
Ein Israeli wurde für die Tötung eines
neun Jahre alten Jungen (dessen Kopf er
mit einem Maschinengewehr zerschmet
tert hatte) zu lebenslanger Haft verurteilt.
Nach zwei Jahren wurde er aus der Haft
entlassen.
Neulich hat RZOnline am 11. Juli 2001
folgende Nachricht berichtet:
''Ein palästinensisches Baby ist im
Westjordanland im Verlauf der Geburt
gestorben, nachdem israelische Soldaten
die Mutter zwei Stunden lang an einer
Straßensperre aufgehalten hatten. Das
Kind kam im Wagen zur Welt, bis die
Familie schließlich das Krankenhaus er
reichte, war es tot.``
Heilige Stätten
Israel hat regelmäßig muslimische und
christliche Heiligtümer entweiht. Die
Aqsa Moschee war 1969 fast niederge
brannt worden. Ihr droht noch immer der
Abriß durch die Israelis.
Schlußfolgerung
Die Palästinenser haben oft betont, dass
sie an den Frieden glauben, und für die
Freiheit kämpfen. Sie haben ein Recht,
in ihrem Palästina in Frieden zu leben.
Die Auseinandersetzung heute ist eine
zwischen Besatzung und Freiheit, Recht
und Unrecht, Friedenswillen und Gewalt.
Die Opfer sind eindeutig die Palästinen
ser, die von der internationalen Gemein
schaft verlassen werden.Die Verfolgung
der Juden in Europa rechtfertigt keines
falls einen neuen Holocaust in Palästina.
Unsere Forderungen:
- Die Entsendung von UN-Beobachtern und internationaler Schutz
für die palästinensische Bevölkerung sowie christliche und
islamische Heiligtümer!
-
Die Implementierung aller UN-Resolutionen - darunter das
Rückkehrrecht aller Vertriebenen!
- Die israelischen Kriegsverbrecher müssen vor ein internationales
Gericht gestellt werden!
- Die Etablierung eines freien souveränen palästinensischen Staates
mit der Hauptstadt Jerusalem!