Esperanto-Flagge

Wie kam ich zu Esperanto ?

Seit September 1965 wohnte ich im Erlanger Lehrlingsheim St.Josef , das der Caritas gehört hat,  weil ich als junger Spund von meinem Arbeitgeber (Firma Siemens), von Nürnberg nach Erlangen versetzt wurde..

Lehrlingsheim
das war das Lehrlingsheim, inzwischen wurde es abgerissen

Es muß nach meinen Recherchen so um 1967/1968 gewesen sein, da kam eines Tages ein Rentner, namens Schmidt, der nachfragte, ob in einem Haus mit vielen jungen Leuten niemand Esperanto lernen will. Nun, zu diesem Zeitpunkt war ich bereits an anderen Sprachen gescheitert, hatte auch schon von Esperanto gehört, daß es eine leicht zu erlernende Sprache ist, und deshalb sagte ich ja dazu. Herr Schmidt kam also nun regelmäßig zu mir, um mir Esperanto beizubringen, er war aber immer etwas ängstlich, daß ich vielleicht wieder damit aufhören könnte. Deshalb forderte er mich eigentlich gar nicht so recht und meine Lernergebnisse waren entsprechend mager.

Etwa im Jahr 1968 kam nun auf der Grundlage einer Staatsexamensarbeit über Programmiertes Lernen, ein neues Lehrprogramm (mit Schallplatten und Informationen im praktichen Schuber etc.) namens "ESPERANTO PROGRAMITA" heraus, das getestet werden sollte. Der Initiator war ein Lehrer namens Hermann Behrmann aus Löhne, später  Paderborn. Es muß noch vor 1972 gewesen sein, als ich gemerkt habe, daß ich durch den Kurs von Herrn Schmidt mit Esperanto nicht so recht vorangekommen bin, kaufte ich mir dieses Lehrpaket um - wie ich meinte - Esperanto nun einmal richtig zu lernen. Tatsächlich lernte ich auch mehr oder weniger fleißig, aber als ich so Mitte des dritten Heftes angekommen war, hatte ich wieder andere Interessen und ich habe mit diesem Lehrprogramm jedenfalls nicht mehr weitergelernt.

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Herrmann Behrmann in seinem früheren Centro. Durch ihn kamen heute führende Esperantisten zu Esperanto

Mit seinem "Esperanto-Centro" in Paderborn entwickelte Hermann Behrmann viele Jahre lang eine erstaunliche Aktivität. Nach meiner Beurteilung hat er sich um Esperanto sehr verdient gemacht, denn viele heute namhafte Esperantisten sind durch sein Werk zu Esperanto gekommen.

Heute nachdem ich viele Methoden kennengelernt habe, wie man Esperanto lernt, kann ich sagen, daß ich "Esperanto programita" bis heute für die beste Lehrmethode halte, um Esperanto zu lernen. Das damalige Esperanto-Centro in Paderborn war dann auch lange Jahre für mich - nicht zuletzt durch seine "Cirkuleroj" (Rundbriefe) - die Anlaufstelle, die Verbindung schlechthin zur Esperanto-Bewegung. Durch diese Rundbriefe habe ich die Information über "Pasporta Servo" bekommen und ich kaufte mir im Jahr 1976 zum ersten mal dieses Adressbuch. Wörterbücher hatte ich schon, diese Information bekam ich sicher von Herrn Schmidt.

Inzwischen ist Hermann Behrmann Pensionist - ja ja, die Zeit vergeht - und ist nach Berlin umgezogen, er hat auch den Vorsitz des "Esperanto-Centro" weitergegeben an Lu Wunsch-Rolshoven. Das Esperanto-Centro hat dabei auch die Aktivitäten von "EsperantoLand " übernommen, einer sehr lobenswerten Initiative von Lu Wunsch-Rolshoven. Und weil der Name "Centro" oft zu Verwechslungen führte, wurde er in "EsperantoLand" geändert. Die Bücher, Musik und die abonnierbaren Zeitschriften des früheren "Esperanto-Centro" werden jetzt auf den Bücher-Seiten von EsperantoLand angeboten. Also ich kaufe meine Esperanto-Literatur inzwischen bei

ein. Bestellungen können auch an folgende Mailadresse direkt gerichtet werden: 

buecher@EsperantoLand.de

Wie es in Bezug auf Esperanto mit mir persönlich weiter ging, erfahren Sie aus den anderen Kapiteln. Hier nur soviel, daß ich Esperanto seit dem nie mehr aus den Augen verloren habe. Ich blieb aber zunächst eine Vielzahl von Jahren ein "eterna komencanto" (ewiger Anfänger). Bis ich mich selber als Gastgeber in "Pasporta Servo" eintragen ließ. Aber lesen Sie bitte alles weitere dann dort .



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