Kontragitarre in Wappenform

Erworben ca. 1975 in einem Musikantiquariat in der Schleißheimerstraße (wo sie noch einspurig ist) in München. Der originale Steg war nicht erhalten, auch war die Decke tiefgehend zerkratzt.

Die Reparatur der Decke sowie die Ergänzung des Steges wurde von Hans Herb, Lautenbauer in Erlangen, Ende 1970 vorgenommen.

Länge der e-Saite 56,5 cm, Länge der tiefsten Kontrasaite 86,4 cm.
Decke: Fichte, Boden und Zargen aus 'Wurzelholz', Hals: schwarz lackiert, Griffbrett, Lautenknopf: Ebenholz.

Boden mit Lautenknopf aus Ebenholz (links). Öffnung des Schraubmechanismus zum Justieren des Halses, darüber Metallbügel zur Befestigung des Lautenbandes (rechts).

Kopfplatte im Detail.

Mechanik.

An zwei Stellen konnte ich auf dem blanken Holz des Bodens den Stempel finden: F.HALBMEYER / MUENCHEN (links). Unter dem linken Schallloch ist ein Zettel von Hermann Hauser angebracht mit dem handschriftlichem Zusatz Rep. 1909 (rechts).

Aus dem Reparatur-Zettel dürfen wir schließen, daß die Gitarre spätestens im Jahr 1909 angefertigt worden ist, vielleicht etwas früher - somit vor 1910.

Wolfgang Weißmüller
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