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MARKUS DEISTLER, 18.02.2002

Direkte Einwahl ins Internet mit MacOS X (Analog/ISDN)

Inhalt:

[ Vorbemerkung ] [ TCP/IP-Einstellungen ] [ PPP-Einstellungen ] [ PPP-Optionen ] [ Modem und ISDN-Adapter ] [ Manueller Verbindungsaufbau ] [ Schnittstellenpriorität ]

Vorbemerkung

Hallo MacOS-Nutzer! Mit einem nagelneuen Mac und MacOSX ist die Internetkonfiguration sogar noch einfacher als mit dem klassischen MacOS! Denn mit MacOSX entfallen alle aus dem klassischen MacOS bekannten Kontrollfelder, stattdessen wählt man oben unter dem jetzt blauen Apfel den Menüeintrag „Systemeinstellungen“. Danach öffnet sich ein Fenster mit lauter Icons. Dort wählt man (ab Version 10.1 unter „Internet & Netzwerk“ einsortiert) „Netzwerk“. Dort hat man jetzt für PPP, Modem, TCP und sogar für die Proxyeinstellungen jeweils einen Karteikartenreiter, das lästige Öffnen mehrerer Kontrollfelder wie im klassischen MacOS entfällt also! Man kann im Pulldown-Menü „Umgebung“ eine neue Umgebung eigens für den Zugang zum FEN erzeugen (mit „Umgebung bearbeiten“ --> Neu), wie hier zu sehen („FEN Internet“ oder was Ihnen einfällt), und dann weitere Umgebungen für jeden Provider, der benutzt werden soll. Bitte stellen Sie unter „Zeigen“ („Verbindung“ bei älteren Versionen von MacOS X) das ein, was Sie benutzen, also „Internes Modem“ für das interne Modem, „usbmodem-port“ für Modems oder ISDN-Adapter, die am USB-Ausgang angeschlossen werden (siehe auch Modem und ISDN-Adapter). Wenn die Einwahl mit einem externen USB-Modem/ISDN-Adapter partout nicht gelingen will, dann lesen Sie bitte den Abschnitt Schnittstellenpriorität.

[ Seitenanfang ] [ TCP/IP ]

Die Bildschirmfotos wurden auf einem PowerPC G4 733 (QS) gemacht, der für einen T-Online-Zugang konfiguriert wurde. Wo nötig, wurden den Bilder mit den FEN-Einstellungen retuschiert, gelegentlich erscheint noch T-Online bei „Umgebung“, dadurch sich bitte nicht irritieren lassen. Die dargestellten Einstellungen passen entweder fürs FEN oder sie gelten für alle Provider. [ PS: Meistens mußte ich die Dialogboxen „im Hintergrund“ ablichten, das erklärt die fehlenden Farben bei den Fensterknöpfen oben links und an anderen Stellen :-) ]

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TCP/IP:

Klicken Sie auf den Karteikartenreiter „TCP“. Dort wählen Sie „PPP“ aus, das wird per Pulldownmenü erledigt. Bei den Feldern für die IP-Adressen sollte jetzt „Liefert der PPP-Server“ und eventuell - solange noch kein Verbindungsaufbau geglückt ist - eine „Dummy“-Eintragung - „10.10.x.x“ o. ä. - stehen. Bei Nameserver tragen Sie „212.204.15.10“ ein. Bei „Domain“ kann „fen-net.de“ angegeben werden; - Knopf „Sichern“ (MacOS 10.0.4) oder „Jetzt aktivieren“ betätigen (MacOS 10.1 oder neuer). Wenn an Ihrem Mac mehrere Benutzer arbeiten sollen, dann können Sie auf das Schloß links unten klicken. Dann kann niemand ohne Eingabe des Administratorkennworts Änderungen an der Konfiguration vornehmen.

[ Seitenanfang ] [ PPP ]

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PPP

Klicken Sie auf den Karteikartenreiter „PPP“. Unter „Telefonnummer“ geben Sie „09131 506506“ oder „0911 530570“ ein, die Vorwahl kann natürlich innerhalb des jeweiligen Ortsnetzes weggelassen werden. Bei „Accountname“ geben Sie Ihr Login-Kürzel ein, z.B. „fe111“, bei „Passwort“ „ooooooooo“. Das Passwort kann gespeichert werden (entsprechende Checkbox mit einem Häkchen versehen!) , dies gestattet mehr Komfort, ist aber selbst mit dem Unixunterbau von MacOS X noch ein kleines Sicherheitsrisiko. Betätigen Sie den Knopf „Sichern“/„Jetzt aktivieren“! Wenn an Ihrem Mac mehrere Benutzer arbeiten sollen, dann können Sie auf das Schloß links unten klicken. Dann kann niemand ohne Eingabe des Administratorkennworts Änderungen an der Konfiguration vornehmen.

[ Seitenanfang ] [ TCP/IP ] [ PPP-Optionen ]

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PPP-Optionen

Unter Optionen sind weitere Einstellungen möglich (z.B. Timeouts, Wiederwahlversuche, automatische Einwahl sobald Browser, Email-Klient etc. gestartet werden). „TCP-Headerkomprimierung“ sollte eingestellt werden. Betätigen Sie den Knopf „OK“!

[ Seitenanfang ] [ PPP ] [ Modem und ISDN-Adapter ]

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Modem und ISDN-Adapter

Klicken Sie auf den Karteikartenreiter „Modem“. Wenn Sie das interne Modem benutzen, dann muß bei „Zeigen“ statt „usbmodem-port“ „internes Modem“ stehen. Falls Sie ein externes analoges Modem oder einen USB-ISDN-Adapter verwenden, dann stimmt die im Screenshot dargesetellte Einstellung. Beachten Sie bitte, daß ab MacOS 10.1 nur der erste USB-Ausgang für Modems etc. zu funktionieren scheint. Verwenden Sie den USB-Ausgang Nr. 2 für Drucker, Scanner, Tastatur etc.;

Im Menü unter „Modem“ befinden sich alle installierten Modemskripte, suchen Sie sich das zu Ihrem Modem passende aus: Meistens funktioniert <Typenbezeichnung des Modems> + „V.90/56k“. Oft gibt es zu einem Gerät eine ganze Palette einsetzbarer Modemskripte für Fax- oder Anrufbeantworterbetrieb etc., nähere Informationen dazu sollte das Handbuch zum Modem liefern. Die Einstellungen zu „Lautsprecher“, „Wählart“ und „vor dem Wählen auf Freizeichen warten“ sind nur für analoge Modems von Bedeutung. Sie können vom Screenshot übernommen werden, es sei denn 1) Sie wollen den Verbindungsaufbau akustisch mitverfolgen, 2) Ihre Telefonleitung führt noch zu einem analogem Vermittlungsknoten der Telekom (nur Impulswahl funktioniert dann!) und 3) Ihre Modeminitialisierung geht rasend schnell und Ihr Modem wählt schon, bevor die Leitung offen ist.

Zur Zeit werden Sie allerdings noch vergeblich nach einem passenden Skript suchen, denn außer dem internen Modem unterstützt MacOS X noch nicht viel. Den meisten ISDN-Adaptern oder Modems werden nur Treiber für Windows und das klassiche MacOS (7.x-9.x) beigelegt. Es ist abzusehen, daß sich das in näherer Zukunft ändert. Bis dahin hilft ein Besuch auf der Homepage des Herstellers. Dort finden Sie schon oft passende Treiber für MacOS X. Für die sehr verbreiteten ISDN-Adapter „USB-ISDN-Minivigor/Vigor“ finden Sie gut funktionierende Treiber hier: www.draytek.com.tw.

Beim FEN sollten für den ISDN-Zugang generell die Verbindungsskripte geeignet sein, die „ISDN-PPP“ im Namen führen. Das unten sichtbare „HDLC“ steht für ein alternatives ISDN-Protokoll und funktioniert meines Wissens nach z.B. bei T-Online, nicht aber beim FEN.

Mit der Checkbox „Modem-Status in der Menüleiste anzeigen“ aktivieren Sie eine Statusanzeige in der Menüleiste. Sehr empfehlenswert, weil mit MacOS X im Gegensatz zum klassischen MacOS der Verbindungsaufbau tatsächlich im Hintergrund abläuft und leicht übersehen wird. Betätigen Sie den Knopf „Sichern“/„Jetzt aktivieren“! Wenn an Ihrem Mac mehrere Benutzer arbeiten sollen, dann können Sie auf das Schloß links unten klicken. Dann kann niemand ohne Eingabe des Administratorkennworts Änderungen an der Konfiguration vornehmen.

[ Seitenanfang ] [ PPP-Optionen ] [ Manueller Verbindungsaufbau ]

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Manueller Verbindungsaufbau

Wenn Sie die Verbindung nicht automatisch herstellen lassen möchten (siehe PPP-Optionen), sobald Sie einen Browser starten oder Ihre Email abholen möchten, dann müssen Sie das Hilfsprogramm „Internet Verbindung“ starten. Klicken Sie dort einfach auf „Verbinden“.

[ Seitenanfang ] [ Modem und ISDN-Adapter ] [ Schnittstellenpriorität ]

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Gelingt der Verbindungsaufbau, dann sollte es ungefähr so aussehen, bis auf die IP-Angaben im Bildschirmfoto (217.5.122.101 ist falsch, das ist die IP eines Servers von T-Online, sonst stimmt alles):

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Es empfiehlt sich, das Programm „Internet Verbindung“ im Dock zu installieren, und im Hintergrund laufen zu lassen, selbst wenn man die Verbindung automatisch starten läßt. Wird das Dockicon (das Symbol mit dem Telefonhörer!) von „Internet Verbindung“ mit einem Blitz ergänzt, dann ist eine Verbindung aktiv. Man erhält so eine zusätzlich Statusanzeige. Der Screenshot zeigt das Docksymbol, wenn keine Verbindung besteht und das Programm „Internet Verbindung“ im Hintergrund läuft.

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Schnittstellenpriorität

Bei „Zeigen“ (od. „Verbindung“ bei MacOS < 10.1!) kann man sich unter „Aktive Netzwerkanschlüsse“ („Weitere...“ bei MacOS < 10.1) eben diese anzeigen lassen. Darüberhinaus kann man per „Drag and Drop“ die Reihenfolge festlegen, in der diese Anschlüsse abgesucht werden. Nach der Installation von MacOS X steht das interne Modem an erster Stelle. Wenn ein externes Modem oder ein USB-ISDN-Adapter eingesetzt werden soll, dann sollte man den USB-Port an die erste Stelle ziehen und zur Sicherheit das interne Modem ganz deaktivieren, so wie es im Screenshot zu sehen ist. Sonst versucht (beim automatisierten Verbindungsaufbau, siehe PPP-Optionen) das interne Modem eine Verbindung aufzubauen, selbst wenn gar kein Telefonkabel an der Buchse des internen Modems angeschlossen ist! Weil das nicht funktionieren kann, erscheint dann eine Fehlermeldung („PPP konnte nicht initialisiert werden“ oder ähnlich). Außerdem startet das Programm „Internet Verbindung“ für den manuellen Verbindungsaufbau immer mit der falschen Voreinstellung („internes Modem“) und muß jedesmal umgestellt werden. Steht der „usbmodem-port“ an erster Stelle, erspart man sich beide Probleme. Der „usbmodem-port2“ steht - seltsam, seltsam - nur bis MacOS 10.0.4 als Netzwerkschnittstelle zur Verfügung, als Anschluß für die Tastatur, Drucker etc. ist er aber nach wie vor zu verwenden (siehe Modem und ISDN-Adapter).

[ Seitenanfang ] [ Manueller Verbindungsaufbau ]

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Noch ein kleiner Hinweis: Der gesamte Mac-Bereich, inklusive dieser Kurzanleitung, wird von Mac-Usern im FEN ehrenamtlich betreut. Wenn Sie etwas zum „Mac-Support“ beitragen möchten, werden Anmerkungen/Kritiken/Verbesserungsbeiträge gerne angenommen. Und werfen Sie, trotz weltweitem Angebot, auch einmal einen Blick auf das lokale FEN MacForum - das FEN lebt von seinen Mitgliedern.

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