M A C F O R U M
MATTI SCHNEIDER, 16.04.98
Hilfe - ISDN-Adapter
Der ISDN-Adapter ZyXEL omni.net
1. TKR ISDN-Adapter ZyXEL omni.net
2. Beschreibung der Eigenschaften des Gerätes
3. Voraussetzungen
4. Vorgehensweise
5. Adapter konfigurieren
6. Internet
7. Störungen etc.

1. TKR ISDN-Adapter ZyXEL omni.net

Über einen PC-Bekannten stieß ich auf ein Angebot, das es von der Firma TKR in Kiel gibt:
ISDN-Anschluß in Kombination mit einem ISDN-Adapter für 200,- unter normalem Kaufpreis des Gerätes.
(Gerät normal: 398,-, mit ISDN-Anschluß: 198,-. Diese fehlenden 200,- fallen dann bei der Telekom an, man kann aber nochmal 100,- sparen, wenn man sich den Adapter zur Selbstmontage bestellt. Geht nur bei bereits bestehendem Telefonanschluß - die Selbstmontage ist das An-die Wand-Dübeln und Einstecken des von der Telekom gelieferten Gerätes (NTBA) in die alte Telefondose, wenn der Anschluß von der Telekom aus auf ISDN umgeschaltet wurde)
TKR hat verschiedene Adapter im ISDN-Angebot, die Beschreibung gilt für das ZyXEL omni.net.
Andere werden sich höchstwahrscheinlich wenig unterscheiden, was die Konfiguration betrifft.

2. Zunächst eine kurze Beschreibung der Eigenschaften des Gerätes:

Es handelt sich um einen ISDN-Adapter, der an die Modem-Schnittstelle des Rechners angeschlossen wird und dann einen Zugang zum Internet etc. bietet, sowie einen Datenaustausch über ISDN mit 56 Kbps bzw.128 Kbps bei Kanalbündelung.
Für Mac-User gibt es eine Software mit Namen „Kaanu“ (frühere Version: „Troja“) kostenlos dazu, mit der man mit Leonardo-Karten (und auch mit PC-Terminal-Programmen) kommunizieren kann. Die Installation der Software geht Mac-entsprechend. Der „Haken“ dabei ist, daß der Leonardo Besitzer an der Gegenseite auch „Kaanu“ braucht, was aber wiederum doch nicht so schlimm ist, weil die Leo-Kaanu-Version ebenfalls umsonst ist, die Installation einfach und das Handling ähnlich. Und funktionieren tut's jedenfalls.
Zusätzlich fungiert das Teil als Telefonanlage, d.h. man kann etliche analoge Nebenstellengeräte (auch Fax) anschließen und diesen auch eigene Nebenstellen-Nummern (MSN) zuweisen (vorhandene Anschlüsse: 2 Western-Stecker, erweiterbar durch Weichen nach Art der „Dreifach-Stecker“). Das allerdings funktioniert mit AT-Befehlen, wobei diese Vorgänge aber relativ gut im Handbuch beschrieben sind. (Für eine Grundeinstellung, wie ich sie benutze, gebe ich später eine kurze Anleitung)
Das einzige Manko bei der Sache ist, daß über diesen Adapter keine Faxe aus dem Rechner verschickt werden können.

3. Voraussetzungen

Ich benutze einen Mac-Clone (Pulsar 200Mhz, 604e, System 7.5.3).
Dazu OpenTransport 1.1.2 und OT/PPP 1.0.
System 7.5.3 ist laut Handbuch das mindeste, was man braucht. Im Handbuch ist auch die Konfiguration für FreePPP beschrieben.
Für weitere Infos ist hier die TKR-Nummer: 0431-3017-300.

4. Vorgehensweise

Dem Paket liegt eine CD bei, auf der sich neben allerelei Schnickschnack auch auch ein Ordner mit „TKR-Treibern“ befindet. Aus diesem nimmt man sich den entsprechenden und kopiert ihn in die Systemerweiterungen - Ordner: Modemscripts.
Wenn man jetzt das Kontrollfeld „Modem“ öffnet, wählt man für
Verbindung: Modemanschluß
Modem: ZyXEL OMNI TA 128 HDLC 115.2 (zum Beispiel!)
Ton: ein
Wählart: Ton

Kontrollfeld Modem

TCP/IP-Kontrollfeld einstellen, wie in der Einwahlhilfe von Markus Deistler beschrieben.
PPP-Kontrollfeld einstellen mit
Registrierter Besucher
Name
Kennwort
Nummer

OpenTransport PPP


5. Adapter konfigurieren

Um ans Netz zu gehen, steckt man alles nach Anleitung zusammen, was nicht kompliziert ist (Netzstecker, Modemkabel, Telefon(e)) und startet den Adapter. Der läßt als Funktionstest erstmal alle seine LCDs aufleuchten und schon kanns losgehen.
Um dem Gerät beizubringen, wann es bei welcher Nummer, die es hereinbekommt wie reagieren muß, braucht man ein Terminalprogramm (z.B. Communicate lite, liegt auf der TKR-CD bei), das man am besten so installiert und ausprobiert, wie es im „TKR Modem & ISDN-Handbuch“ auf der CD erläutert ist (Dieses Handbuch ist tatsächlich ganz ok). Nur mit so einem Programm kann man Einstellungen am Gerät vornehmen.
Im Benutzerhandbuch für den Terminaladapter, das in Buchform der Sendung beiliegt, werden sehr detailliert aber auch nicht ganz unkomplizert alle Einstellungsmöglichkeiten erklärt, für einen Laien (und als Mac-Benutzer evtl. auch Grafiker) ist das aber schon eine andere Welt. Da meine Freundin glücklicherweise Informatikerin ist, konnte ich diese Klippe ganz gut umschiffen (Danke, Uti!).
Daher erkläre ich nun die Einstellungen, die man braucht, wenn man neben dem Rechner noch ein Telefon und ein Faxgerät anschließen will. Andere Einstellungen lassen sich dann je nach Eindringtiefe in die Materie natürlich verfeinern (5 Nebenstellen mit eigenen Endziffern, 3 Faxe..., was auch immer)
Wenn das Terminalprogramm in der Direktverbindung geöffnet ist gibt man den AT-Befehl AT&ZI?
ein, dann Return und erhält eine Antwort ähnlich wie im Bild.

Communicate Light 1

Um nun z.B. dem Anschluß Phone 2 eine Nummer zuzuweisen, gibt man ein:
AT&Z6=1234567 (Beispielnummer!)
(Return)
Jetzt habe ich dem Anschluß Phone 2 (bei mir z.B. das Fax) eine Nummer zugewiesen, d.h. wenn mir jemand auf dieser Nummer ein Fax schickt, kommt es an, wenn jemand diese Nummer anruft, hört er das typische Faxpfeifen, weil jetzt jeder ankommende Ruf mit dieser Nummer in's Fax geleitet wird.
Genauso verfährt man mit seinen restlichen Anschlüssen/Endgeräten.

Communicate Light 2

Falls der Befehl richtig war, kommt „OK“ vom Gerät zurück (siehe Bild), falls nicht, „ERROR“. Macht aber auch nichts, weil man solange probieren kann, bis man es richtig getippt hat.
Für ISDN-Datentransfer, also auch wenn man die Kaanu-Software verwendet, gilt Nr „4 ISDN Data“, d.h. hier wird die Nummer für ISDN-Anrufe eingegeben.(Nr 0 konfiguriert sich beim ersten (Kaanu-) ISDN-Datenanruf mit X.75 selbst, also egal).

6. Internet

Um ins Internet zu gelangen braucht man einen Browser.
Konfigurieren wie in der fen-Einwahlanleitung und dann müsste eigentlich alles klappen.

7. Störungen etc.

Manchmal hängt sich der Einwahlvorgang beim Vorgang „PPP starten“ auf (Im Protokoll, welches man im PPP-Kontrollfeld abrufen kann, wird alles genau mitgeschrieben, wenn es einen interessiert), dann hilft eigentlich zuverlässig das Aus- und wieder Einschalten des Adapters.


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© 1998, Matti Schneider - Letzte Änderung: 16. April 1998
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