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WP's Marginalien

Einbahnstraße kontra Umeitung
One Way or Another.

Das erklärt manches:

Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt.
Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.

Douglas Adams in: Per Anhalter durch die Galaxis Teil 2: Das Restaurant am Ende des Universums

 

Durch die Brille des Politikers - sieht alles viel rosiger aus

Die Fehler der Anderen - Splendid Isolation - Das Uneinige Königreich

Die andere Perspektive - Oder keine Perspektive?

Der Aufkleber »Freie Fahrt für freie Bürger« - Und die Autobauer

Die Bahn kommt - und kommt nicht in die Gänge

Die heimische Küche: Nämberch Cuisine - Im internationalen Spannungsfeld

Die Vorstufe zum Paradies auf Erden: Bayern - Banana Republic

Der Staat bin ich (L'État c'est moi) - Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus

Die Putzfrau - Und eine andere putzige Geschichte

Diese Manager sind unser Vermögen, doch Armut schändet nicht

Denn Planung ist das halbe Leben, aber nicht alles

Die Grundlage: Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?

Die tägliche Truman Show - Und die Firma im Spiegel der Jahreszeiten

Die leidige Kleiderordnung - Vom Frauenversteher

Dr. Schäuble oder - Wie ich lernte den Bundestrojaner zu lieben

Der gewissenhafte Drohnenbeauftragte rät: Verbessern Sie Ihre Kommunikation

Die schöne neue Zukunft - In der digitalen Welt

Die IT annehmen, aber immer kritiklos?

Die Autobahn frei schalten - Und weiteres vom IoT (engl.: Internet of Things)

Die Verhältnismäßigkeit - In der Politik

Die Gefahren beim Radfahren reduzieren - Stellt die Altglascontainer nicht am Radweg auf

Die Wirklichkeit im Film - Und in der Öffentlichkeit

Das Fernsehen bildet - 57 Channels And Nothin' On (Bruce Springsteen bereits 1992)

Die intergalaktische Flaschenpost - Beam mich hoch Scotty, hier unten gibt es kein intelligentes Leben.

Die Wahlforschung - Und die Walforschung

Denk grün, allzeit

Denn ewig singen die Netzteile - Und lieber wiederverwerten statt vermeiden

Die Rettung Europas - Und der Welt (vielleicht ;-)

Dauer-Störche - Und die Anderen (Afrikaner, ...)

Das Zeitalter der Schwarmintelligenz - M, eine Gesellschaft versucht sich als Mob

Die erlebte Demokratie - Die erlebte Demokratie

Die Show muss weiter gehen -Abgesang

Die katholische Kirche ist nicht rückständig, aber gewissenhaft

Denn toll trieben es die alten Römer - Wir heutzutage sind dagegen viel zivilisierter

Diese Freunde machen Feinde entbehrlich - Gedankenpolizei

Die einen verteidigen die Freiheit am Hindukusch - Andere bekämpfen den Terror in Liechtenstein und der Schweiz

Δ

Durch die Brille des Politikers

Drei Tage nachdem das ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 den 5-Jahresplan massiv übererfüllt hatte, sagte der damalige Innenminister Zimmermann vor der Presse:

Wir wissen nicht was passiert ist, [...] es besteht aber keine Gefahr.
[...] In deutschen Kernkraftwerken kann so etwas nicht passieren.

Warum nicht gleich so: »Es besteht keine Gefahr, und sie wird stündlich geringer. Außerdem sind die Sicherheitsvorkehrungen verdoppelt worden.« (Statt einer roten Warnlampe gibt es jetzt gleich deren zwei. ;-)
Überhaupt: Warum den Atommüll aufwändig in speziellen Endlagern sammeln und nicht einfach wieder homogen über die ganze Welt verteilen? (Macht man ja schon ansatzweise mit DU Munition.)

 

sieht alles viel rosiger aus

Ex-Bundeskanzler Kohl sprach bei der Wiedervereinigung 1989/1990 von »blühenden Landschaften«, in die sich die fünf neuen Bundesländer verwandeln sollten. Eigentlich hat er ja recht behalten: Malerisch blühen Löwenzahn und Gänseblümchen in den Mauerritzen abgewickelter Industrieregionen.

Da muss ich immer an das Flottenbauprogramm von Kaiser Wilhelm II denken: »Deutschlands Zukunft liegt auf dem Wasser...« Und schon ging es wirklich den Bach runter.

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Die Fehler der Anderen

Die siechen Griechen! Sind wir nur froh, dass uns hier in Deutschland keiner so genau auf die Finger sieht. Welcher Großverdiener, welches Großunternehmen zahlt hier noch Steuern?

 

Splendid Isolation - Das Uneinige Königreich

Nachdem sich Großbritannien dem Brexit von der EU mit distanziert hat, ist es doch nur ein Gerücht, dass England unter Premierminister May beabsichtigt in nächster Zukunft den Kanaltunnel zu fluten, oder?

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Die andere Perspektive

Applaus beim Ausrollen eines Touristenbombers nach der Landung ist nicht unüblich. Obwohl es doch heißt, Fliegen sei die sicherste Reiseform. Haben Sie schon einmal im viel gefährlicheren Straßenverkehr erlebt, dass Jubel aufkommt, wenn der Linienbus an die Haltestelle rollt? Oder im Zug?

 

Oder keine Perspektive?

Drängt sich Ihnen nicht auch verstärkt der Verdacht auf, dass die selben Leute, die für die ökonomische Entwicklung und Aktienkurse Prognosen erstellen, offenbar auch für die Wettervorhersage zuständig sind?

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Der Aufkleber »Freie Fahrt für freie Bürger«

Sack-Autobahn
Nirgendwohin,
aber ganz schnell

Die Reduktion der freiheitlich-demokratischen Grundwerte auf rücksichtslosen Bleifuß auf der Autobahn wird leider von zu vielen als »Freitod für freie Bürger« missverstanden.

Auf der Autobahn erkennt man übrigens auch, dass Deutschland eine Fußballnation ist: »Die Räume eng machen!«

Ich habe noch einen Verbesserungsvorschlag zum neuen Führerschein mit der von der EU auf fünfzehn Jahre limitierten Gültigkeit. Warum nicht einen Chip integrieren, wie bei einer Prepaid-Karte? Ist der Betrag durch Bußgelder abgebucht, wird der Führerschein ungültig.

 

Und die Autobauer

Inzwischen bröckelt auch die freiwillige Selbstbeschränkung der Automobilhersteller. 250 km/h sind nicht mehr genug. Eigentlich haben sie schon realisiert, dass der Neuwagenbedarf toter Autofahrer gegen Null geht. Wozu sonst die wachsende Zahl von Airbags im Auto (inzwischen über ein Dutzend)? Kommt als nächstes der Schleudersitz oder, wie im Film Demolition Man, die Komplettausschäumung?

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Die Bahn kommt

Um Mitte der 1980er die Akzeptanz der neu gebauten S-Bahn-Linie zu demonstrieren wurden komplette Eilzuggarnituren am Bahnsteig im Hauptbahnhof Nürnberg bereitgestellt, die Türen verschlossen und die leeren Züge anschließend fast 16 km in die Pampa vorausgefahren. Dort warteten sie auf die S-Bahn, die ihnen die Reisenden nach fuhr. Diese stiegen dann dort in den mittlerweile aufgeschlossenen Eilzug um die Reise fortzusetzen. Man kann sich die Begeisterung der Pendler vorstellen, die während sie in Nürnberg 40 Minuten in der Kälte auf die S-Bahn warteten, dem Bahnpersonal beim Absperren genau des Eilzuges zusahen, in den sie dann später einsteigen durften.

 

und kommt nicht in die Gänge

Tatsache in den 1990ern: Wegen der Überlastung der InterCity-Züge auf der Süd-Nord Magistrale München-Nürnberg-Hamburg, viele der Fahrgäste mussten zum Teil stundenlang in den Gängen (stehen) bleiben, wurden die Züge um zwei Waggons VERKÜRZT, um über die verminderte Attraktivität die Nachfrage zu senken.

Und aktuell im Sommer 2010? - Etikettenschwindel: ICE steht dran, Sauna ist drin!

Außerdem ist es auch nur ein übles Gerücht, dass die Bahn spezielle Trupps unterhält, die mal schnell Bäume auf Gleise und Oberleitungen werfen, um Verspätungen als Folge höherer Gewalt ausgeben zu können.

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Die heimische Küche: Nämberch Cuisine

Bei einem Geschäftsessen mit verschiedenen internationalen Vertretern ergab sich mit dem spanischen Kollegen folgendes Gespräch auf Englisch:

Carlos [...] Ich mag verschiedene deutsche Gerichte. Besonders - ich kann mich des genauen Namens nicht entsinnen - fermentiertes Gemüse. Kennst du das?

WP [still nachdenkend] Fermentiert??? Ja gibt es denn bei uns vergorenes oder gar verdorbenes Essen? Faul? Oder soll es etwas in Alkohol eingelegtes bedeuten? ...

Carlos Es ist eine Delikatesse, eine typische Spezialität.

WP ??? Hm, äh, ..., Sauerkraut?

Carlos Genau, das ist es!

 

Im internationalen Spannungsfeld

Ein ehemaliger Kollege erzählte mir folgende wahre Begebenheit:
Eine chinesische Delegation war auf Besuch nach Nürnberg gekommen. Die hier ansässige Firma erhoffte sich die Anbahnung intensiver Geschäftsbeziehungen. Zum Rahmenprogramm gehörte ein Stadtrundgang inklusive Geschäftsessen in gehobenem Ambiente. Irgendetwas war aber bei der Planung massiv schief gegangen. So musste der Verantwortliche notgedrungen die fränkische Hausmannskost »Saure Zipfel« als einzige mögliche Speise akzeptieren. Die chinesischen Gäste ließen sich, ihrer Mentalität entsprechend lächelnd, nichts anmerken. Der Gastgeber war natürlich bis auf den Boden zerstört. Trotzdem kam man ins Geschäft.
Einige Zeit später meldete sich erneut eine chinesische Delegation an. Im Rahmen der Vorbereitungen kam ein sehr höfliches Schreiben aus China, ob es denn möglich sei und keine zu großen Umstände bedinge, wieder diese außergewöhnlichen Würste zu servieren. Die Kollegen würden noch immer allen davon vorschwärmen.

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Die Vorstufe zum Paradies auf Erden: Bayern

Ortsschild München, Hirschbach Opf.
Frank(e) und frei?

Zumindest nach Ministerpräsident Seehofer (Februar 2015). Der Freistaat Bayern besteht bekanntermaßen hauptsächlich aus München und Altbayern. Weniger als 100 km nördlich endet die Welt. Beispielsweise soll der abgelegene Münchner Flughafen auf Biegen und Brechen eine zusätzliche dritte Startbahn erhalten. Der verkehrstechnisch optimal über Autobahn und U-Bahn/ICE angebundene Flughafen in Nürnberg darbt derweil vor sich hin. Und andere fränkische Regionen wie Würzburg, Hof, Aschaffenburg, ... zählen ja eh nicht wirklich zu Bayern. Gibt es denn einmal einen landesweiten Entwicklungsplan der seinem Namen gerecht wird?
(Wenigstens haben wir das Anna-Fest in Forchheim, die Erlanger Bergkirchweih, die Fürther Michaelis-Kirchweih, und, und, und, ... Wer braucht da noch ein Oktoberfest? ;-)

 

Banana Republic

So weit sind wir vom üblen Szenario der Boomtown Rats gar nicht weg. Der oberfränkische Landrat hat einen lokalen Wald als Schutzgebiet ausgewiesen. Das passte der Forst- und Agrarindustrie nicht und deshalb, wen wundert's, auch der bayerischen CSU Staatsregierung in München nicht. Selbst der dem Landrat übergeordnete Kreistag hat, obwohl CSU dominiert, erstaunlicherweise die Entscheidung des Landrats gut geheißen. Nun ändert die Staatsregierung einfach schnell das entsprechende Gesetz, damit die ihr willfährige Bezirksregierung entscheidungsbefugt wird - »Lex Steigerwald«. (BR, 2015-02-05; jetzt wird sich wohl das Bundesverwaltungsgericht des eigentümlichen Rechtsverständnisses der CSU Staatsregierung annehmen.)

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Der Staat bin ich (L'État c'est moi)

Nicht nur König Ludwig XIV hatte seine Anwandlungen. Auch Hoffnungs- und Friedensnobelpreisträger ex US Präsident »Zäpfchen« Obama konnte da eigen sein:

Wir engagieren uns intensiv für den Frieden. Wo unsere Bomben einschlagen herrscht Friede. Zwangsläufig!

(So oder so ähnlich. ;-) Nur so ein Gedanke: Den Nobelpreis konnte oder wollte man wohl nicht zurückziehen?
Inzwischen bleibt resignierend nur noch zu sagen:

Don't make stupidity great again!

 

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus

Verfassungsgrundsatz jedweder Republik. Die Bundesregierung fühlt sich aber nicht im Geringsten bemüßigt ihre Bürger vor den verfassungswidrigen Nachstellungen fremder und eigener Geheimdienste zu schützen. Und in Brüssel bemühen sich die EU- und Regierungsgesandten in bester Geheimdiplomatie mit den Freihandelsabkommen CETA, TAFTA, TTIP, TISA und wie sie sonst noch heißen, die Pfründe der Lobbyisten und Konzerne zu sichern und die abgehalfterter Politiker gleich dazu.
Der Staat ist kein Selbstzweck. Er ist für die Bürger da. Und viele seiner Bediensteten, eigentlich unsere Angestellten, verfügen über keinerlei Schamgefühl mehr.
Wie war das 1989 zum Ende der DDR? - Wir sind das Volk!
(Deswegen muss man aber nicht gleich populistischen Schaumschlägern hinterherlaufen, die schamlos darauf los hetzen, während sie nur ihrem Ego frönen und versuchen ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Soll die (deutsche, ausgerechnet die!) Geschichte wirklich hundert Jahre zurückgedreht werden? Echt jetzt?)

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Die Putzfrau

21 Meter leerer Flur zwischen Labor- und Verwaltungsgebäude. Auf der gegenüberliegenden Seite öffnet sich die Tür. Eine vietnamesische(?) Putzfrau kommt entgegen.

13 Meter: Wie grüße ich sie? Wenn sie kein Deutsch versteht ist es irgendwie unhöflich sie in ein Gespräch zu verwickeln, ihr ein »Guten Tag« vor den Latz zu knallen und sie kann nichts darauf sagen. Man muss sich nicht an den Defiziten anderer weiden. Vietnamesisch kann ich nicht, also auf Englisch oder Französisch? Ach bin ich gut - oder gleich auf Lateinisch »Salve regina pulvis«. Wie widerlich großkotzig!

8 Meter: Also ignorieren, geschäftige Miene aufsetzen, Blick geistesabwesend auf unendlich fokussiert. Aber das wirkt überheblich, und wir sind hier in Deutschland. Nicht dass sie denkt oder gar fürchtet, ich wäre ausländerfeindlich oder noch etwas schlimmeres.

5 Meter: Ihr also lächelnd zunicken? Das könnte sie als sexistisch missverstehen. Wo fliegen die Sex-Touristen immer hin? Ach ja, Thailand, oder?

3 Meter: »Hallo« ist irgendwie zu persönlich, wir kennen uns ja gar nicht. Das sofortige Duzen könnte herablassend wirken.

2 Meter: Also zunicken, aber mit ernster Miene? Was soll ich denn nur machen?

1 Meter: Sie beginnt zu lächeln und sagt »Griiss Goood«.
Befreit grüße ich zurück.

1 Meter danach lache ich darüber, wie man sich das Leben doch schwer machen kann.

 

Und eine andere putzige Geschichte

Besuch im Elektroniklabor des Forschungsinstituts. Niemand im Raum. Nervös auf dem Flur fast einen Hiwi umgerannt. Er meint, die Ingenieure seien noch unten in der Kantine. Im Treppenhaus Stimmen, Kichern, Klappern. Drei Wissenschaftler sind mit Begeisterung dabei der Putzfrau beim Wechseln des Staubsaugerbeutels zu helfen.

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Diese Manager sind unser Vermögen

Schätzen Sie auch Manager, deren Hauptaufgabe lediglich darin zu bestehen scheint E-Mails »An alle« weiterzuleiten, ohne selbst etwas zu entscheiden? Offensichtlich ihr Motto praktizierend »Lieber delegieren statt blamieren« würde man von einem »Ich muss doch jetzt nichts zu tun, oder?« anstelle eines Grußes am Ende der E-Mail nicht wirklich überrascht sein.

Oder die, die ihr grundlegendes Management Credo »Ich weiß nicht was ich will, fangt aber schon einmal an!« leben.

Ganz zu schweigen von denen, die ständig proklamieren: »Nur nach vorne und nie zurück schauen!« Wahrscheinlich um die Verwüstungen nicht zu sehen, die sie hinterlassen haben. Oft mit der Untugend gepaart möglichst alles ausschließlich telefonisch zu regeln, um keine verwertbare Spuren zu hinterlassen, die sich gegen sie wenden könnten.

Eine typische Spielart ihres Ausspruchs »Warum haben Sie nichts gesagt, als Sie nicht gefragt wurden?« kennen Sie doch bestimmt auch zur Genüge.

Ihr Denkmodell: Wenn 10 000 Ägypter zehn Jahre brauchen um eine Pyramide zu bauen, dann brauchen 100 000 Ägypter ein Jahr. 100 Millionen Ägypter dagegen ...
Mit der Konsequenz - dann wenn das Projekt unmittelbar droht wichtige Meilensteine zu verpassen - zu fordern »kurzfristig« mehr Leute einzusetzen, als handele es sich um Kartoffel klauben.

Ist es nicht traurig, um wie viel länger sie über die geeignete Wahl des Mineralwassers oder der Alufelgen für die Breitreifen ihres Firmenwagens philosophieren können als sich um die geeignete Mess- und Arbeitsmittelausrüstung der Firma zu kümmern?

Die Geschäftsleitung auf der Betriebsversammlung: »Letztes Jahr standen wir vor einem tiefen Abgrund. Dieses Jahr sind wir einen großen Schritt weiter.« [...] »Wir werden deutlich vor den Mitbewerbern liegen!«
»Jetzt sind wir über den Berg.« [Es geht also nur noch bergab?] »Kopf hoch!« [Damit der Sensenmann leichtere Arbeit hat?] »Die Sonne lacht wieder über uns!« [Nicht nur die...]

Die Frage als Vorwurf: »Wie kommt es eigentlich, dass ich meine Frage überhaupt stellen muss?!«.

 

doch Armut schändet nicht

Immer wieder baten wir um Leute, die die Arbeit machen. Jetzt haben wir Manager bekommen. Wir hätten vielleicht sorgfältiger formulieren sollen, denn wir hätten Typen gebraucht, die ihre Arbeit erledigen.

Tja, manche haben einen Chef, viele aber einen Vorgesetzten.

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Wegweiser Mittel-Unterpöllitz
Exakte Standortbestimmung

Denn Planung ist das halbe Leben,

Ist es nicht befremdlich, wenn Manager ihre Planlosigkeit zur »Flexibilität« verklären?

 

aber nicht alles

Um einen Planungsfehler zu begehen, muss man zunächst erst einmal einen Plan haben.
Und wenn man alle seine Ziele erreicht, kann das auch ein Indiz dafür sein sie zu niedrig gesteckt zu haben.

Δ

Die Grundlage: Warum einfach,

Als die Techniker noch was zu sagen hatten, brachte man Menschen auf den Mond und sicher wieder zurück. Heutzutage, im Zeitalter der Manager und Controller, bereitet es schon Probleme die fahrerlose U-Bahn von Nürnberg nach Fürth verkehren zu lassen.

 

wenn es kompliziert auch geht?

Millionen hat es in den 1980ern gekostet, das Autobahn-Verkehrsleitsystem um Nürnberg. Aus nahe liegenden Gründen sind mittlerweile klappbare »Außer Betrieb« Tafeln aus dauerhaftem Metall fest an die Masten geschraubt.
In Phasen, in denen das Autobahnorakel funktioniert, ist mit schöner Regelmäßigkeit die Geschwindigkeit während des Berufsverkehrs auf 120 km/h beschränkt, als ob im Hintergrund eine Zeitschaltuhr zu Werke ginge. Diese Funktion hätte man mit simplen Verkehrsschildern für ein paar tausend Euro auch realisieren können. Das wäre aber den Politikern und Managern zu einfach gewesen.
2008 wurden die Signalbrücken komplett gegen neue LED Module getauscht. Die sind im Verbrauch günstiger. Im Betrieb wohlgemerkt! (Die Außer Betrieb Tafeln sind geblieben.)

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Die tägliche Truman Show

Es muss ja nicht gleich ein Scheinwerfer sein, der einem vom Himmel direkt vor die Füße fällt... Aber gibt es nicht manchmal Tage in der Firma an denen Sie hoffen, dass plötzlich jemand an Ihren Schreibtisch tritt und mit strahlendem Lächeln verkündet: »Alles nur Spaß! Versteckte Kamera, Sie sind jetzt im Fernsehen!«

Und wie viel Kreativität geht der Firma eigentlich verloren, wenn die Mitarbeiter verzweifelt auf der Jagd nach fremden Projektnummern sind um ihre Stunden zu verbuchen?

 

Und die Firma im Spiegel der Jahreszeiten

Frühjahrsmüdigkeit - Sommergrippe - Herbstdepression - Winterschlaf

Die ganze Zeit vermittelte einem der Chef, dass man allenfalls geduldet sei. Bis man dann mal mehr als zwei Wochen Urlaub am Stück will...

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Die leidige Kleiderordnung

Vorsicht - Schutzkleidung tragen! Es ist schon was Dummes passiert. Der Laborantin ist die Säure hoch gespritzt. Bei ihr heilt es ja wieder, aber mein Sakko ist ruiniert.

 

Vom Frauenversteher

Natürlich helfe ich meiner Frau beim Bügeln. Ich kümmere mich um die bügelfreien Hemden und sie sich um den Rest.

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Dr. Schäuble oder

Der Gesetzesentwurf des Ex-Innenministers zum Abschuss von Passagierflugzeugen durch Abfangjäger, falls sie einem Terrorangriff dienen könnten, ist zwar gerade vorläufig vom Tisch. Aber könnte man nicht eventuell Panzerabwehrhubschrauber einsetzen um Geisterfahrer von der Autobahn zu sprengen?

 

Wie ich lernte den Bundestrojaner zu lieben

Dank des unermüdlichen Einsatzes von Dr. Schäuble und der CDU/CSU werden die Daten von Privatpersonen wohl bald an sicherer Stelle gespeichert werden. Sollte die Festplatte einmal abrauchen, weiß man wer einem helfen kann. Die lästige Sicherung der Daten kann man sich dann sparen. Man braucht schon jetzt kein Tagebuch mehr zu führen, da die Verbindungsdaten und Einwählpunkte dank Vorratsdatenspeicherung aufgezeichnet werden.
Klasse, endlich werden Steuergelder einmal vernünftig eingesetzt.

Der Bundesinnenminister warnt: Privatsphäre gefährdet Ihre Sicherheit!

Das fernforensische Programm »SpyBot63RMANY« dient Ihrer Sicherheit.
Bitte loggen Sie sich als Administrator ein und deaktivieren Sie Firewall- und Virenschutzprogramme. Starten Sie Ihren Browser und geben Sie in der Adresszeile »http://www.bmi.bund.de/download« ein. Sie werden zum Installationsprogramm weitergeleitet. Unterbrechen Sie in der Folgezeit weder die Internetverbindung noch schalten Sie den Rechner ab.

Es kann zu Folgekosten kommen. Es können sich harmlose kleinere Inkompatibilitäten ergeben, z.B. ein Knacken in der Telefonleitung während eines Gesprächs. Im Falle eines äußerst unwahrscheinlichen Datenverlustes finden Sie Hilfe unter »http://www.bundespolizei.de/restore«.
Danke für Ihre Kooperation.

Wenn also ein auffällig unauffälliger grauer BMW mit einem Aufkleber I Pullach des Öfteren in Ihrer Straße parkt, ist es an der Zeit die Sicherheitseinstellungen des WLANs zu checken.

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Der gewissenhafte Drohnenbeauftragte rät:

Wer nichts zu verbergen hat, steht auch nicht unter Bäumen oder in deren Schatten.

 

Verbessern Sie Ihre Kommunikation

Die NSA als Provider, Webspace bei PRISM, Nähe zu Echelon und natürlich Emails in englischer Sprache können Ihren Datenaustausch entschieden beschleunigen.

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Die schöne neue Zukunft

Ex-Bundeskanzler Gerd Schröder hatte bereits die »Spaßgesellschaft« zum Ende der »Geiz ist geil«-Mentalität aufgerufen und an die Bürgerpflicht zum Konsum erinnert.

Eine unglaubliche Dummheit, die Leute schwierige Spiele spielen zu lassen, ohne dadurch den Verbrauch zu erhöhen. Wahnsinn!

(Aldous Huxley in Schöne neue Welt)

Die chronische Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat es geschafft kinderlose Paare und Singles bei der staatlichen Sozialversicherung zu bestrafen.

Sie hatte zwei Bezeichnungen dafür, die eine hieß »an unser Baby denken« und die andere »unsere Pflicht gegenüber der Partei erfüllen«.

(George Orwell in 1984)

Schau'n wir einmal, dass wir nicht in ein paar Jahren »ausge-Merkel-t« sind.
(Noch vor ihrem »Wir schaffen das.« notiert. Hm, ist es nicht ein Hauch davon in der besten aller möglichen Welten zu leben?)

 

In der digitalen Welt

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wohin digitale elektronische Medien, DRM und die Zurückdrängung eigener, Kopierschutz freier Datenträger und Bücher im Endeffekt führen können? Was in Orwells 1984 noch irgendwie zu umständlich klang - bereits verteilte Druckerzeugnisse immer wieder einzusammeln und passend zur jeweiligen Situation zu fälschen - wird ganz einfach.

Nebenbei: Man hat keine Mühe ein paar hundert Jahre alte Bücher zu lesen. Kann aber Ihr Rechner noch etwas mit einer ein paar Jahre alten 3½ Zoll oder gar einer 5¼ Zoll Floppy anfangen? (Und zusammen mit der digitalen Demenz lösen sich manche Probleme sogar von selbst. ;-)

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Die IT annehmen,

Programmfehler: <Prozess war bereits beendet> hat Fehler verursacht und wird geschlossen. Starten Sie das Programm neu.
Selbstverteidigung - bis zum bitteren Ende und darüber hinaus...

Es wird erzählt, die Rechnerkapazität der ersten Space Shuttle Generation hätte der eines C64 entsprochen. Kaum vorstellbar was dann wohl die Saturn V Mondrakete hatte.
Und Videorekorder nahmen dank VPS problemlos auch verschobene Sendungen vollständig auf.

Uns wird von der Werbung vorgegaukelt wir benötigen ein Gigahertz Monster mit Mehrfach-Core um zu surfen, um ein paar E-Mails auf die Reise zu schicken, um etwas zu spielen und natürlich mehrere Video Portale. Und an was fingern Sie gerade herum?

 

aber immer kritiklos?

Ich nehme gerne Bleistift und Papier. Sie booten schneller und behalten ihre Daten.
(Außerdem: Mit der Zeitung am Klo hat man eine zweite Chance. Aber mit Tablet oder Smart Phone?)

Da schaltet man nach drei Wochen Urlaub den PC wieder an und er scheint das halbe Internet als Update herunterzuladen.

Nicht zu vergessen: Gott sieht alles - aber Google fotografiert mehr und Facebook weiß mehr.

Δ

Die Autobahn frei schalten

Mit dem Internet der Dinge eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Wird in manchen Spielfilmen schon gezeigt wie Ampeln bedarfsgerecht auf Rot oder Grün geschaltet werden, bietet dagegen die Vernetzung im Automobilbereich die Chance sich vom Hacker des Vertrauens die Autobahn für die Fahrt in den Urlaub durch fingierte Staumeldungen und Umleitungsempfehlungen frei räumen zu lassen.

 

Und weiteres vom IoT (engl.: Internet of Things)

Darauf hat die Menschheit hunderttausende von Jahren gewartet: Der Nassrasierer mit 5-fach Klinge und die elektrische Zahnbürste mit LCD-Bildschirm und Smartphone App.
Jetzt noch der vernetzte Toaster mit Java Beans Client und die Webkamera im Kühlschrank, damit man auch vom anderen Ende der Welt feststellen kann, ob das Licht bei geschlossener Tür auch wirklich aus ist, und die Zukunft kann kommen. Ach ja - mit der Selfie Drohne bekommt der Ausdruck Ego-Shooter dann schließlich seine wahre Bedeutung.

Außerdem brauche ich noch einen Rasierer mit GPS um twittern zu können, wie viele Quadratzentimeter ich heute geglättet habe und um im Blog zu posten an welcher Stelle er gerade werkelt.

Δ

Die Verhältnismäßigkeit

Da überwachen hunderte, wenn nicht tausende Beamte den Telefon- und Emailverkehr und sonst noch was, um gefährlichen Terroristen das Handwerk zu legen. Häufen sich die Emails, SMSen, ... mit Texten wie »Tante Elfriede geht es gut« ist wohl was im Busch.
Natürlich bleibt da keine Zeit zu verhindern, dass Zehntausende Tonnen verseuchter Lebensmittel auf den Markt kommen.

 

In der Politik

Wegen der Terrorgefahr irrt man im Flughafen in Strümpfen umher, die Schuhe in der einen, den Gürtel in der anderen Hand, auf der Suche nach einem Abfalleimer um die Flüssigkeiten jenseits der 100 ml Grenze zu entsorgen (der sogenannte Bin-Laden-Shuffle). Bis zum FKK Fliegen wird es nicht mehr weit sein.
Andererseits sterben allein in Deutschland pro Jahr Zehntausende im Straßenverkehr und an Genussgiften, aber Rasen und Alkoholika werden weiter verharmlost. Von den Nikotin-Junkies mal ganz zu schweigen.

Δ

Die Gefahren beim Radfahren reduzieren

Ratzenhof
Vorsicht: Teppichratten?

Selbst wenn man nur harmlos mit dem Rad spazieren fährt - ein Helm muss her. Am besten staatlich verordnet. Natürlich dann, wenn man an einem Bach entlang fährt, eine Schwimmweste und im Winter ein Lawinenpiepser zur Unterstützung, falls man von einer Dachlawine verschüttet wird. Ein Fallschirm für Touren im Hügelland wird sich wohl nicht durchsetzen.

Übrigens: Mitte 2013 hat ein Richter einer Radfahrerin eine Mitschuld an einem unverschuldeten Unfall gegeben, weil sie es wagte keinen Fahrradhelm zu tragen, der auch gar nicht Pflicht ist. Nur gut, dass er nicht darauf gekommen ist, dass, wäre sie nicht Rad gefahren, sie auch nicht vom Auto heruntergeholt worden wäre. Sonst wären es sicher 100% Schuld geworden.

Macht dafür die Randsteine niedriger, so dass man nicht mit den Pedalen aufsetzen kann. Und - müssen die Anti-PKW-Pflocken mitten im Radweg denn wirklich sein?

 

Stellt die Altglascontainer nicht am Radweg auf

Wenn dereinst Archäologen in einigen hundert oder tausend Jahren die bunten Glasscherben um die Altglascontainer ausgraben, wird es die wildesten Theorien darüber geben, welchem Kult sie wohl dienten.

Δ

Die Wirklichkeit im Film

Trauen Sie sich eigentlich noch rückwärts einparken, wenn Sie gerade einen typischen Action Film gesehen haben? Denn viele Regisseure wollen uns glauben machen, dass bei geringstem Anlass Autos und Häuser in einem gigantischen Feuerball explodieren.
Am Ende eines langen Fernsehabends: »Gut, drei Explosionen warte ich noch ab, dann geh ich ins Bett.« Oder wie Ponkie von der Münchner Abendzeitung: »Nur Action bringt Satisfaction.«
Versuchen Sie einmal mit einem Streichholz einen Tropfen Diesel oder sogar Benzin anzuzünden. Sie werden sich wundern.

 

Und in der Öffentlichkeit

Immer wieder beschweren sich Fernsehzuschauer über die rüde Sprache und Fäkalausdrücke in Krimis und ihre Wirkung auf Kinder. Keinen Gedanken verschwenden sie aber an die Verwendung von Schwerstverbrechen zur Unterhaltung und an die zum Teil exzessive Gewaltdarstellung.

Δ

Das Fernsehen bildet

Mehr und mehr quälen uns n-tv, N24, DMAX, Pro7, Kabel 1 und andere mit - nun ja, sehr wohlwollend - pseudo-wissenschaftlichen Beiträgen und Dokumentationen. Gerne angereichert mit den berühmt-berüchtigten Computersimulationen und Kamerafahrten. Seit einiger Zeit gesellt sich leider auch noch das ZDF mit mehr und mehr solcher seichter Sendungen aus dem kommerziellen, oft anglo-amerikanischen Fernsehen dazu. (Wenn zwischen den Krimis gerade einmal Platz ist.) Außerdem stößt sauer auf, dass es selbst bei aktuellen Dokumentationen - gekennzeichnet auch als »Neue Dokumentation«, weil das Zeug praktisch in Endlosschleife läuft - zu sehr, sehr gewagten Thesen bis hin zu massiven (Ver-) Fälschungen kommt.
Was aber wirklich noch mehr nervt als dieses schmalbrüstige Infotainment Blabla ist die Überdramatisierung a la »Nun heißt es Vorsicht! Wenn er jetzt das Klopapier zu kurz abreißt kann es böse enden, reißt er es zu lang ab, könnte es den Abfluss verstopfen.«

 

57 Channels And Nothin' On (Bruce Springsteen bereits 1992)

Wie viel Vertrauen kann man werbefinanzierten und quotenorientierten Medien überhaupt bei der kritischen und unabhängigen Berichterstattung entgegenbringen? Oder wenn gar Interessenkonflikt mit potenziellen Werbekunden bestehen könnte.
(Über die gewisse Meute sogenannter Reporter - kurz mal bei Wikipedia drübergelesen und schon als Experte übers Thema schwadronieren - will ich mich erst gar nicht auslassen.)

Δ

Die intergalaktische Flaschenpost

Die Voyager Sonde und andere wurden genutzt um etwaigen außerirdischen Intelligenzen bildliche und akustische Botschaften zu schicken. Jetzt regt sich Besorgnis, ob es gut war auf sich aufmerksam zu machen und Extraterrestrische gar einzuladen.

 

Beam mich hoch Scotty, hier unten gibt es kein intelligentes Leben.

Frei nach Captain James T. Kirk, U.S.S. Enterprise. Da lauschen wir mit SETI auf Funkspuren Außerirdischer. Also wenn die das gleiche tun und unser Fernsehprogramm empfangen besteht keine Gefahr, dass sie uns eines Besuchs für würdig halten.

Als »Fahrbereitschaft« für einen Besuch im Krankenhaus festsitzend, lief während der mehrstündigen Warterei im Hintergrund SAT 1 mit Britt und dann Kalwass oder wie die Nervensägen alle heißen. Danach war auch ich fast krankenhausreif. Diese kollektive elektrische Verblödung ist zum Kotzen!

Δ

Die Wahlforschung

Kleintransporter, geköpft
Verschätzt.

Kleintransporter, geköpft
Nur ein wenig.

Noch vor Schluss der Wahllokale haben die Wahlforschungsinstitute ihre Hochrechnungen parat. Nachkommastellen genau. Wissenschaftlich korrekt angegebene Fehlerbalken sind bis jetzt zumindest noch Fehlanzeige. Noch (geschrieben 2013).

 

Und die Walforschung

Praktisch die ganze zivilisierte Welt hält sich an das Walfangverbot. Nur Japan nicht. Es betreibt »Forschung«. Nun ja, vermutlich wird ergründet welche Soße am besten zu Walfleisch passt.

Und BP revolutioniert zusätzlich die großtechnische Herstellung von Ölsardinen mit dem Projekt Open Pipeline 2.0 im Golf von Mexiko.

Δ

Denk grün

In der letzten Zeit sind immer mehr (Pseudo-) Geländewagen auf deutschen Straßen zu sehen. Obwohl das Land doch bestens erschlossen ist. Offensichtlich wollen die Besitzer nur ihrer Naturverbundenheit Ausdruck verleihen. Denn ins Gelände kommen die wenigsten dieser Großstadt-Panzer. Das einzige was sie geländemäßig unter die Räder bekommen ist vielleicht das Unkraut in den Ritzen des Verbundpflasters vom Aldi-Parkplatz. So viel Umweltschutzbewusstsein muss gewürdigt werden. Deswegen wahrscheinlich lange Zeit die Ermäßigung bei der KFZ-Steuer für diese oft regelrechten Monstertrucks.

 

Allzeit

Tagesbefehl 1. April 2005

In Übereinstimmung mit den Insignien der Friedens- und Ökopartei Die Grünen/Bündnis 90 und zur Betonung dieser Ziele ist bei feierlichen Gelöbnissen aller Teilstreitkräfte ab sofort im Gewehr G3 und G36 eine Sonnenblume zu tragen. Bei den kurzläufigen Faustfeuerwaffen eine Blume nach Wahl, aber einheitlich für jede Teileinheit. Bei großkalibrigen Rohrwaffen, insbesondere bei Artillerie-, Panzer- und Schiffsgeschützen, ist darauf generell zu verzichten, um brutwilligen Vögeln Nistmöglichkeiten zu bieten.

Δ

Denn ewig singen die Netzteile

Ist es nicht seltsam, dass viele Geräte, wenn man sie ausschaltet, nicht wirklich aus sind? So brummt die Stereoanlage vor sich hin, die Set-Top Box auf dem Fernseher zeigt die mindestens siebzehnte Uhr im Haushalt an und der PC-Drucker besitzt nicht einmal einen Ausschalter und erfreut einen im Stand-by Betrieb durch das munteres Spiel diverser Lämpchen. Unbenutzte Steckernetzteile köcheln sowieso so vor sich hin.
Es ist durchaus möglich, dass der Energieverbrauch übers Jahr gesehen im Stand-by Modus den im Betrieb übertrifft. Nehmen Sie nur einmal einen Fernseher mit 50 W für drei Stunden am Tag angeschaltet und 9 W im Stand-by.
Ob die ErP Ökodesign-Richtlinie der EU, 2009/125/EG, hier Abhilfe bringen wird?
Inzwischen ist ja der Single-Toaster - mit nur einem Schlitz - verpflichtend. Was ist aber mit den ganzen Smartphones mit fest eingebaute Akku, der mehr oder weniger geplanten Obszoleszenz? Ganz zu schweigen von digitalen Bilderrahmen.

 

Und lieber wiederverwerten statt vermeiden

Die WEEE und die RoHS Richtlinien der EU sollen die Wiederaufbereitung von Elektro- und Elektronikschrott regeln. Offensichtlich nicht dessen Reduzierung. Denn Krempel wie blinkende Schlüsselanhänger und dudelnde elektronische Glückwunschkarten, also Sachen, die im betriebsfähigen Zustand eigentlich schon Schrott sind, sind davon ausgenommen. Sie landen im Hausmüll.

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Die Rettung Europas

Atlantropa - Herman Sörgels Projekt zur Eindämmung und teilweisen Trockenlegung des Mittelmeeres aus den 1920/30ern hätte der Menschheit einiges ersparen können. Gut, Klimaauswirkungen, tektonische und soziale Verwerfungen, etc. wären nicht ohne gewesen, aber als so umweltfreundlich und sozialverträglich ist diese Epoche nun auch nicht gerade in die Geschichte eingegangen. (Hat eigentlich schon jemand die Feinstaubbelastung und Klimaauswirkung des WWII wissenschaftlich bearbeitet? Gab es da nicht beispielsweise extrem kalte und schneereiche Winter?)

An seiner Erweiterung, riesigen afrikanischen Binnengewässern im Bereich Kongo/Tschadsee oder der Bahnlinie von Rom nach Kapstadt (solarbetrieben?), könnten sich heute noch alle ihre Zähne ausbeißen und ihre Leistungsfähigkeit oder was auch immer unter Beweis stellen.
(Holland und Deutschland können ja schon mal im Wattenmeer üben. - Projekt Rungholt? ;-)

 

Und der Welt (vielleicht ;-)

Echte Entwicklungshilfe ist schwierig, fairer Handel nur beschränkt realisierbar und Einzelinitiativen nur lokal wirksam. Wie richtig und mit richtig viel Geld langfristig helfen?
Auf den ersten Blick mag es zwar moralisch mehr als fragwürdig erscheinen und es widerspricht auch völlig dem Verursacherprinzip - aber wie wäre es mit der Atommüllendlagerung in Afrika? Man könnte eine komplette Bildungs-, Arbeitsplatz- und Verkehrsinfrastruktur aufbauen, also ein selbsttragendes Wirtschaftssystem. Und das gemäß der radioaktiven Natur der Sache auch langfristig. Außerdem scheint es logischer zu sein das Giftzeug in weniger dicht besiedelten Gebieten zu deponieren. Allein Deutschland hat aktuell 36 Milliarden Euro Rückstellungen für die Endlagerung gebildet. Vielleicht erwärmt sich ja die UN einmal für diese Idee.
Jedenfalls besser als dass weiterhin Tausende versuchen über das Mittelmeer zu schwimmen.

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Dauer-Störche

Milder werdende Winter und das Eingreifen von naturverbundenen Menschen veranlasst immer mehr der Zugvögel in Deutschland zu überwintern anstatt den Flug nach Afrika anzutreten. Dieses Vertrauen ehrt und verpflichtet zugleich, denn ohne Unterstützung droht der Hungertod.

 

Und Andere (Afrikaner, ...)

Ist es nicht klasse im derzeit krassesten Land zu leben? Bereit das Elend der Welt unmittelbar und im großen Stil anzugehen? Man muss doch diese einmalige Chance nutzen, wenn man es sich auch noch wirtschaftlich leisten kann. Und wenn es doch nicht klappen sollte? Es ist das Risiko wert! Naja, die Chance ist auch schon wieder fast vertan.

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Das Zeitalter der Schwarmintelligenz

MSN Video: Bombenkrieg - Gefällt mir!
Die Geschmäcker sind verschieden...

Ich dachte immer es ist ein lokales Problem. Früher, als - ach - fast alles so viel besser war, konnten sich die Gestörten austoben, indem sie Holz hackten, Steine brachen, ... Sonst mussten Telefonhäuschen oder Reifen dran glauben. Heute findet die Abreaktion oft in Foren, »Yourtub« oder »Fakebook« gleich als Shitstorm statt: »f*ck you, A****loch , b*tch, [...]« und wie andere hochgeistige Ergüsse sonst noch lauten mögen. Von den Falschmeldungen ganz abgesehen. Es ist wirklich beängstigend wie missgünstig und hemmungslos bösartig sich manche Leute geschützt durch die Anonymität ausleben müssen. Inzwischen auch (leider wieder) in echt.

 

M, eine Gesellschaft versucht sich als Mob

Ich weiß nicht was auf lange Sicht schlimmer ist, obige Trolle oder jene Nervensägen, die sich befleißigt sehen jeden Rülpser oder Gang aufs Klo posten oder twittern zu müssen. Und es gibt sogar welche die »liken« das auch noch! Solche Leute sollte man einmal ein paar Stunden in einem Raum einsperren und mit der Zeitansage berieseln - »Mit dem nächsten Ton ist es 11 Uhr, 17 Minuten und 20 Sekunden...«.
Eigentlich fast schon zu harmlos, denn zusammen mit den postfaktischen Demagogen leisten sie einer Verblödung und Verrohung der Gesellschaft Vorschub. (Und vielleicht auch dem Wunsch nach De-Anonymisierung des Internets.)

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Die erlebte Demokratie

Ist es nicht seltsam, wenn vom Rundfunkmoderator zur Abstimmung aufgerufen wird, ob der Winter nicht endlich zu Ende sein solle, Bayern München wieder Fußballmeister werden solle oder der Sommer zu heiß oder zu regnerisch sei, und Dutzende Zuhörer rufen an?

 

Wahlen

Freie Wahlen, aber kaum jemand geht mehr hin.
Anscheinend genügt es inzwischen irgendetwas mit »Gefällt mir« zu markieren anstelle einer politischen Meinungsbildung.

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Die Show muss weiter gehen

Am Morgen des 2. Oktober 2012 fast wörtlich gesendet auf Bayern 1:

Achtung: Auf der Autobahn A73 kommt Ihnen zwischen Bamberg-Süd und Hirschaid ein Fahrzeug entgegen. Fahren Sie in beiden Richtungen äußerst vorsichtig, fahren Sie nicht nebeneinander und überholen Sie nicht. Wir melden, wenn die Gefahr vorüber ist.

[...]

Entwarnung: Der Geisterfahrer auf der Autobahn A73 zwischen Bamberg-Süd und Hirschaid hat die Autobahn verlassen. Achtung, Totalsperre in diesem Bereich. In Kürze landet ein Rettungshubschrauber.

 

Abgesang

Der [...] Schauspieler Dirk Bach ist gestern [...] gestorben. [...]

Sam Cooke: Wonderful World

[Trauriger Nachtrag: In Folge des Unfalls starben fünf Personen, zwei davon kleine Kinder.]

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Die katholische Kirche ist nicht rückständig,

Seit Galilei sind nicht einmal 400 Jahre vergangen, und schon wird eingeräumt, dass sich die Erde doch um die Sonne drehen könnte.

 

aber gewissenhaft

Und ein Priester, der im Jahre 2010 ein gemeinsames Abendmahl mit Protestanten zelebriert, wird nicht verbrannt, sondern nur exkommuniziert.

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Denn toll trieben es die alten Römer

Inquisitionstribunal
Nachgestellt? - A.D. 1307 war
wohl der Kamera-Akku leer!?

Es ist für uns völlig unverständlich, dass sich im Kolosseum tausende begeisterte Zuschauer mit ansehen konnten, wie sich Gladiatoren abschlachteten und Menschen von wilden Tieren zerrissen wurden.

 

Wir heutzutage sind dagegen viel zivilisierter

Millionen von Fernsehzuschauern sind live zugeschaltet, wenn eine Großstadt wochenlang bombardiert wird, während Fähnchen schwenkenden Journalisten die »schönsten« Explosionen noch bejubeln.

Die Konserven- und Verwertungssender N24 (muss es den wirklich geben?) und DMAX beglücken uns zudem mit Wiederholungen billigster und penetrantester Werbefilmchen über die Schönheit unserer Waffen und wie süß es ist fürs Vaterland oder was auch immer zu töten.
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass in den Nachrichten immer öfter von verwundeten Zivilisten die Rede ist, und nicht von verletzten? Zwar werden die Waffensysteme immer intelligenter, doch der Anteil der Zivilopfer wird immer größer.

Zahlreiche Fernsehkameras werden bei spektakulären Unfällen und Unglücken erbarmungslos drauf gehalten, um sie genüsslich über die ganze Welt zu verbreiten.

Denn mit sei'm Color-TV sieht er alles ganz genau.

(Rainhard Fendrich in seinem Lied Es lebe der Sport)

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Diese Freunde machen Feinde entbehrlich

Die NSA Drohnen und die Big Brother Briten spionieren uns ungehemmt und automatisch aus. Wenn ihre Algorithmen mit denen von Google mithalten können, dann muss man sich davor fürchten was an vermeintlichen Verknüpfungen da gefunden werden und wie viele Punkte man deswegen sammelt.
Bringt es was, wenn wir im Dialekt kommunizieren? (Für Hannoveraner natürlich nichts. ;-)

 

Gedankenpolizei

Die Verfassungsschützer haben es natürlich schwer. Als vermeintlich braver Bürger fläzen Sie sich in ausgetretenen Tretern oder gar Sandalen vor Ihrem Monitor. Und posten vereinsamt mit wirren Haaren ebensolche Inhalte in irgendein sogenanntes soziales Netzwerk. Auf der anderen Seite sind gesellige Leute, die gern mal miteinander auf Wandern gehen, ordentliche Frisuren und festes Schuhwerk tragen und etwas für »teutsches« Liedgut übrig haben.

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Die einen verteidigen die Freiheit am Hindukusch

Die USA kämpfen im Nahen Osten gegen den internationalen Terrorismus. Sie haben schließlich die Mittel dazu und suchen sich den passenden Gegner.
Deutschland macht das eben vor der Haustür. Ins entsprechende benachbarte Ausland käme man selbst mit dem Panzer noch direkt hin. Und das Tankgeld ist auch schon da.
Ein jeder nach seiner Façon.

 

Andere bekämpfen den Terror in Liechtenstein und der Schweiz

Eigentlich könnte der Bundesnachrichtendienst BND oder die Regierung diesen Ländern ihren Aufwand und den Kaufpreis der CDs mit den Daten der Steuerflüchtigen in Rechnung stellen. Schließlich hat der BND ja die privaten Daten deutscher Bürger sichergestellt und verhindert, dass sie in falsche Hände geraten...
Bei der Wiederholung, diesmal mit der Schweiz als Außenlager, machen sich Regierungspolitiker stark die CD nicht anzukaufen, um den Staat nicht »erpressbar« zu machen. Sie haben wohl Angst ihre Parteispender könnten davon betroffen sein... Da wäre es doch angesagt eine Spendenaktion zu organisieren, die CD privat zu kaufen und der Bundesrepublik zu schenken?

Sie bedrohen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere Werte, unser Leben und alles was uns lieb ist. Da ist es doch gerechtfertigt mit aller Härte gegen sie vorzugehen? Gegen die Ratingagenturen und Finanzjongleure.

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Auch eine Möglichkeit:
Kein Krieg in Troja!

TOUR

 



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Stand: V9.0, 2017-03-02


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